Presse & B2B
Nr.65/2019 | 3.11.2019 | bgr
Freistaat und Stadt unterzeichneten Eckpunktepapier:
Freistaat und Stadt unterzeichneten Eckpunktepapier:
Mainfranken Theater auf dem Weg zum Staatstheater
Würzburg, 3. November 2019 – Im Beisein von Bayerns Ministerpräsident Dr. Markus Söder unterzeichneten Bernd Sibler, Bayerischer Staatsminister für Wissenschaft und Kunst, sowie Christian Schuchardt, Oberbürgermeister der Stadt Würzburg, am heutigen 3. November ein gemeinsames Eckpunktepapier zur Weiterentwicklung des Mainfranken Theaters Würzburg. Vereinbart wird darin unter anderem, den staatlichen Zuschuss zu den Betriebskosten sukzessive zu erhöhen und die städtische Bühne perspektivisch zum Staatstheater aufzuwerten.
Eine Stärkung und Weiterentwicklung des Theaterstandortes Würzburg ohne Änderung der städtischen Trägerschaft: Das ist eines der erklärten Ziele der Eckpunktevereinbarung, die Bernd Sibler, Bayerischer Staatsminister für Wissenschaft und Kunst, und Würzburgs Oberbürgermeister Christian Schuchardt am heutigen 3. November im Beisein von Ministerpräsident Dr. Markus Söder und der Theaterleitung unterzeichneten. Demnach soll das Mainfranken Theater mit der Wiedereröffnung seines sanierten und erweiterten Hauses zur Spielzeit 2022/23 zum Staatstheater aufgewertet werden.
Staatliche Förderquote steigt sukzessive
Bereits für die Haushaltsjahre 2019 und 2020 soll die staatliche Förderquote von derzeit 35 Prozent – das entspricht 5,5 Millionen Euro – auf 40 Prozent der Zuschüsse zu den Betriebskosten steigen. Im Haushaltsjahr 2021 will der Freistaat 45 Prozent des Theaterbetriebsfehlbedarfs decken. Nach Wiedereröffnung der sanierten und erweiterten Bühne sollen die staatliche Förderquote und der städtische Zuschuss gleich hoch sein, wobei ein Förderbetrag von jeweils 9,8 Millionen Euro – das entspricht den städtischen Ausgaben in der Spielzeit 2018/19 – nicht unterschritten werden soll. Außerdem wurde vereinbart, dass die zusätzlichen Mittel nach Abschluss der derzeitigen Generalsanierung hauptsächlich der künstlerischen Qualität der Theaterarbeit zugutekommen sollen.
Vierte bayerische Stadt mit Staatstheater
Nach München, Nürnberg und zuletzt Augsburg ist Würzburg künftig die vierte Stadt in Bayern mit einem Staatstheater. Kunstminister Bernd Sibler betonte: „Mit der Wiedereröffnung des Mainfranken Theaters nach seiner Generalsanierung wird das Theater ‚äußerlich‘ wie ‚innerlich‘ in neuem Glanz erstrahlen. Wir wollen als Freistaat tatkräftig dazu beitragen, das bereits beachtliche künstlerische Niveau des Hauses noch weiter zu heben und seine Anziehungskraft weit über die Grenzen Bayerns hinaus zu steigern. Würzburg soll ein Theater haben, das im bundesweiten Vergleich an der Spitze mitspielen kann. Für das kulturelle Leben in Mainfranken und ganz Bayern ist das eine wertvolle Bereicherung.“
Würzburger Modell
Im Gegensatz zu anderen Theaterstandorten wird mit dem Eckpunktepapier keine Änderung der Trägerschaft und Rechtsform angestrebt. Oberbürgermeister Christian Schuchardt: „Ich begrüße es außerordentlich, dass wir gemeinsam ein exklusives Würzburger Modell erarbeitet haben.“ Das Besondere: Auch am Staatstheater bleiben alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter städtische Angestellte, Personalübergänge werden vermieden. Das gebe allen Kolleginnen und Kollegen Sicherheit. „Freistaat und Stadt tragen künftig gemeinsam Finanzierung und Betrieb für die Stadt Würzburg und die Regiopolregion Mainfranken. Das Theater ist damit nachhaltig zukunftsorientiert aufgestellt“, bekräftigte der Oberbürgermeister.
Gut gewappnet für künftige Herausforderungen
Als ausgesprochen positives Signal und Würdigung der bisherigen künstlerischen Arbeit betrachtet Intendant Markus Trabusch die Aufwertung zum Staatstheater: „Das Mainfranken Theater erfährt aktuell von seinem Publikum ebenso wie von den Medien eine hervorragende Resonanz. Die Perspektive, mit den Mitteln eines Staatstheaters die erreichte künstlerische Qualität zu sichern und weiterzuentwickeln, stimmt uns sehr froh“, so Trabusch.
Der Geschäftsführende Direktor Dirk Terwey sieht das Würzburger Theater darüber hinaus besser gewappnet für künftige Herausforderungen: „Eine finanzielle Ausstattung als Staatstheater bedeutet auch, Tariferhöhungen und Preissteigerungen besser abfedern zu können.“ Denn die laufenden Personal- und Betriebskosten machten den Löwenanteil im Finanzbedarf eines jeden Theaters aus, so Terwey.
Der Geschäftsführende Direktor Dirk Terwey sieht das Würzburger Theater darüber hinaus besser gewappnet für künftige Herausforderungen: „Eine finanzielle Ausstattung als Staatstheater bedeutet auch, Tariferhöhungen und Preissteigerungen besser abfedern zu können.“ Denn die laufenden Personal- und Betriebskosten machten den Löwenanteil im Finanzbedarf eines jeden Theaters aus, so Terwey.
Die bisherige Theaterfinanzierung
Die Zuschüsse der Stadt Würzburg zu den Betriebskosten des Mainfranken Theaters betrugen zuletzt rund 9,8 Millionen Euro, das entspricht einem Förderanteil von 62 Prozent. Der Freistaat steuerte 5,5 Millionen Euro bei (Quote: 35%). Weitere Mittel gewährten regelmäßig der Bezirk Unterfranken, die Mainfränkische Theaterstiftung und der Theater- und Orchesterförderverein – fast eine halbe Million Euro kam so zuletzt hinzu (Anteil: 3%). Darüber hinaus erwirtschaftete die Würzburger Bühne in der Spielzeit 2018/19 unter anderem durch Eintrittserlöse 2,6 Millionen Euro selbst.
Zuschüsse zur Sanierung
Aus Mitteln des kommunalen Finanzausgleichs fließen überdies voraussichtlich gut 50 Millionen Euro vom Freistaat Bayern in die laufende Sanierung und Erweiterung des Würzburger Mainfranken Theaters. Bei zuwendungsfähigen Projektkosten in Höhe von rund 67 Millionen Euro entspricht dies einem Fördersatz von 75 Prozent.
NR. 63/2019 | 24.10.2019 | SKT
Höhepunkte des Spielplans im November und Dezember 2019
Neue Tanzproduktion: „Es war einmal…“
In „Es war einmal…“ begibt sich Kevin O’Day zusammen mit der Tanzcompagnie auf Spurensuche nach den universellen Parametern der menschlichen Kultur, die Raum und Zeit zu überdauern scheinen. Denn noch heute schwingt das, was einmal war, in uns nach. Unaufhörlich spüren wir die Ursprünge menschlichen Lebens und die Verbindung zur Natur, die Resonanz von Musik und Rhythmus in unserem Körper. O’Day setzt die künstlerische Zusammenarbeit mit dem US-amerikanischen Komponisten John King fort, der eine Soundinstallation eigens für dieses Stück kreiert. Premiere ist am 3. November um 18 Uhr im Großen Haus.
Fußballprofis in der Ausbildung: „Schwalbenkönig“
Philip will Fußballprofi werden. Für seinen Traum zieht er mit 13 Jahren in ein Nachwuchsleistungszentrum ein. Dort folgt sein Leben einem strengen Zeitplan: Frühsport, Schule, Hausaufgaben, Training und Punktspiele. Zum Glück hat Philips bester Freund Timo ebenfalls einen Platz im Nachwuchskader ergattert. Als Timo anfängt, systematisch zu foulen, muss er die Mannschaft verlassen. Und Philip realisiert, was für ein starkes Team sie hätten sein können, wenn er keine Angst vor seinen Gefühlen gehabt hätte. Ab dem 22. November ist „Schwalbenkönig“ in der Kammer zu erleben.
Familienstück zur Weihnachtszeit: „Der Räuber Hotzenplotz“
Jedes Mal, wenn Kasperls Großmutter Kaffee in ihrer Mühle mahlt, erklingt ihr Lieblingslied „Alles neu macht der Mai“. Als der Räuber Hotzenplotz die Musik hört, ist er so entzückt, dass er die Kaffeemühle raubt. Das können Kasperl und Seppel natürlich nicht auf sich sitzen lassen. Deshalb ziehen sie los, um dem Räuber das Handwerk zu legen und die entwendete Mühle ihrer rechtmäßigen Besitzerin zurückzugeben. Dabei hilft ihnen sowohl Wachtmeister Dimpfelmoser als auch die Fee Amaryllis. Das Stück feiert am 24. November um 15 Uhr im Großen Haus Premiere.
Deutschsprachige Erstaufführung in der Kammer: „5 Kilo Zucker“
Der wenig erfolgreiche Regisseur Gur versucht gerade als Lehrer Fuß zu fassen, als ihm der Geist seines verstorbenen Großvaters in Gestalt von verschiedenen seltsamen Fremden begegnet. Der Beginn einer ungewöhnlichen Verfolgungsjagd: Der Geist beauftragt Gur, die wahre Geschichte über die fünf Kilo Zucker ans Licht zu bringen, die er gemeinsam mit einem Bekannten während des Krieges zu schmuggeln versuchte. Der überforderte Enkel bemüht sich redlich, gerät dabei aber von einer brisanten Situation in die nächste. Gur Korens Stück feiert am 29. November in der Kammer seine deutschsprachige Erstaufführung.
„Don’t cry for me, Argentina“: Das Musical „Evita“ am Mainfranken Theater
„Evita“ zeichnet in Rückblenden zentrale Lebensstationen der aus einfachen Verhältnissen stammenden Eva Duarte de Perón nach. Als uneheliches Kind in einem argentinischen Dorf geboren, schließt sie sich in jungen Jahren dem Barsänger Magaldi an und zieht mit ihm nach Buenos Aires. Dort arbeitet sie als Sängerin und erhält kleinere Filmrollen, bevor sie an der Seite des Staatsmanns Juan Perón zur First Lady Argentiniens aufsteigt. Von den Armen wird Evita für ihr soziales Engagement als eine Heilige verehrt, ihr früher Tod erschüttert das ganze Land. Ab dem 30. November ist das Musical mit Welthits wie „Don’t cry for me, Argentina“ aus der Feder von Andrew Lloyd Webber und Tim Rice im Großen Haus zu erleben. Matthew Ferraro, der bereits 2017/18 die „Sizilianische Vesper“ am Mainfranken Theater inszenierte, kehrt als Regisseur nach Würzburg zurück.
Paul Maar: „Schiefe Märchen und schräge Geschichten"
Paul Maars Fantasie ist legendär: Seine Werke gelten als Klassiker der Kinderbuchliteratur und sind weltbekannt. Nun ist sein neuester Schmunzelspaß erschienen: „Schiefe Märchen und schräge Geschichten“. Unterwegs ist er zusammen mit seinen musikalischen Partnern Wolfgang Stute (Gitarre und Perkussion) und Konrad Haas (Keyboard, Flöte und Saxofon). Das Programm am 2. Dezember im Mainfranken Theater: eine Lesung mit Musik für Erwachsene, die sich ein kindliches Gemüt bewahrt haben. Für manche ist es ein Stück wiedererweckter Kindheit.
Highlights aus dem Konzertkalender
Im zweiten Sinfoniekonzert der Saison trifft – dem Spielzeitmotto „Familienbande“ getreu – Schwiegervater auf Schwiegersohn: Am 14. und 15. November erleben die Zuhörer in der Hochschule für Musik Antonín Dvořáks „Die Mittagshexe“ op. 108 und sein Violoncellokonzert h-Moll op. 104 neben Josef Suks „Fantastischem Scherzo“ op. 25.
Am 7. und 13. Dezember stimmen die Streicher des Philharmonischen Orchesters gemeinsam mit der Big Band Würzburg! e.V. im Großen Haus auf die besinnliche Zeit ein. Mit den Gesangssolisten Barbara Schöller und Armin Kahl heißt es dann „It’s Christmas Time“. Am 10. Dezember ist die Konzertgala außerdem in der Tauberphilharmonie Weikersheim zu Gast.
Im zweiten Kammerkonzert am 15. Dezember dreht sich alles um die Bratsche. Auf dem Programm stehen Werke für eine bis vier Violen unter anderem von Telemann, Schumann und Piazzolla.
Auch die beliebten Babykonzerte stehen am 21. Dezember mit auf dem Spielplan.
Neu in dieser Spielzeit ist das Format der Fugenhexe. Junge Besucher zwischen drei und acht Jahren erhalten am 14. Dezember musikalische Einblicke in das spannende Leben der kleinen Fugenhexe.
Weihnachts- und Feiertagsprogramm
Das Festprogramm am 25. Dezember lockt mit Verdis Oper „Rigoletto“, am zweiten Weihnachtsfeiertag darf sich das Publikum vormittags auf eine Vorstellung vom „Räuber Hotzenplotz“ im Schauspiel sowie am Abend auf „Es war einmal…“ der Tanzcompagnie freuen.
Das Konzert zum Jahreswechsel hält dieses Jahr am 30. Dezember sowie am 1. und 6. Januar eine „Aufforderung zum Tanz“ bereit. Der Tanz spricht eine internationale Sprache, und so entführt dieser Abend unter der Leitung des Ersten Kapellmeisters Gábor Hontvári musikalisch an unterschiedlichste Orte der (Tanz-)Welt. Am Silvesterabend selbst sind im Großen Haus zwei Vorstellungen des Musicals „Evita“ zu sehen.
Terminüberblick
Premiere: Es war einmal… --> 3.11.
W-Café presents: Als Deutsch noch nicht meine Zunge war --> 12.11.
2. Sinfoniekonzert: Ferne Klänge --> 14.11. & 15.11.
Matinee: Evita --> 17.11.
Premiere:Schwalbenkönig --> 22.11.
Premiere: Der Räuber Hotzenplotz --> 24.11.
99 – Die öffentliche Probe: Evita --> 26.11.
Text und Bühne: Kabale und Liebe --> 27.11.
Deutschsprachige Erstaufführung: 5 Kilo Zucker --> 29.11.
Premiere: Evita --> 30.11.
Paul Maar: Schiefe Märchen und schräge Geschichten --> 2.12.
Weihnachtskonzert: It’s Christmas Time --> 7.12., 10.12. & 13.12.
Fugenhexe --> 14.12.
2. Kammerkonzert: Telemann – Schumann – Piazzolla --> 15.12.
Babykonzert --> 21.12.
Ferienworkshop: Der Räuber Hotzenplotz --> 27.12. & 28.12.
Konzert zum Jahreswechsel --> 30.12., 1.1. & 6.1.
In „Es war einmal…“ begibt sich Kevin O’Day zusammen mit der Tanzcompagnie auf Spurensuche nach den universellen Parametern der menschlichen Kultur, die Raum und Zeit zu überdauern scheinen. Denn noch heute schwingt das, was einmal war, in uns nach. Unaufhörlich spüren wir die Ursprünge menschlichen Lebens und die Verbindung zur Natur, die Resonanz von Musik und Rhythmus in unserem Körper. O’Day setzt die künstlerische Zusammenarbeit mit dem US-amerikanischen Komponisten John King fort, der eine Soundinstallation eigens für dieses Stück kreiert. Premiere ist am 3. November um 18 Uhr im Großen Haus.
Fußballprofis in der Ausbildung: „Schwalbenkönig“
Philip will Fußballprofi werden. Für seinen Traum zieht er mit 13 Jahren in ein Nachwuchsleistungszentrum ein. Dort folgt sein Leben einem strengen Zeitplan: Frühsport, Schule, Hausaufgaben, Training und Punktspiele. Zum Glück hat Philips bester Freund Timo ebenfalls einen Platz im Nachwuchskader ergattert. Als Timo anfängt, systematisch zu foulen, muss er die Mannschaft verlassen. Und Philip realisiert, was für ein starkes Team sie hätten sein können, wenn er keine Angst vor seinen Gefühlen gehabt hätte. Ab dem 22. November ist „Schwalbenkönig“ in der Kammer zu erleben.
Familienstück zur Weihnachtszeit: „Der Räuber Hotzenplotz“
Jedes Mal, wenn Kasperls Großmutter Kaffee in ihrer Mühle mahlt, erklingt ihr Lieblingslied „Alles neu macht der Mai“. Als der Räuber Hotzenplotz die Musik hört, ist er so entzückt, dass er die Kaffeemühle raubt. Das können Kasperl und Seppel natürlich nicht auf sich sitzen lassen. Deshalb ziehen sie los, um dem Räuber das Handwerk zu legen und die entwendete Mühle ihrer rechtmäßigen Besitzerin zurückzugeben. Dabei hilft ihnen sowohl Wachtmeister Dimpfelmoser als auch die Fee Amaryllis. Das Stück feiert am 24. November um 15 Uhr im Großen Haus Premiere.
Deutschsprachige Erstaufführung in der Kammer: „5 Kilo Zucker“
Der wenig erfolgreiche Regisseur Gur versucht gerade als Lehrer Fuß zu fassen, als ihm der Geist seines verstorbenen Großvaters in Gestalt von verschiedenen seltsamen Fremden begegnet. Der Beginn einer ungewöhnlichen Verfolgungsjagd: Der Geist beauftragt Gur, die wahre Geschichte über die fünf Kilo Zucker ans Licht zu bringen, die er gemeinsam mit einem Bekannten während des Krieges zu schmuggeln versuchte. Der überforderte Enkel bemüht sich redlich, gerät dabei aber von einer brisanten Situation in die nächste. Gur Korens Stück feiert am 29. November in der Kammer seine deutschsprachige Erstaufführung.
„Don’t cry for me, Argentina“: Das Musical „Evita“ am Mainfranken Theater
„Evita“ zeichnet in Rückblenden zentrale Lebensstationen der aus einfachen Verhältnissen stammenden Eva Duarte de Perón nach. Als uneheliches Kind in einem argentinischen Dorf geboren, schließt sie sich in jungen Jahren dem Barsänger Magaldi an und zieht mit ihm nach Buenos Aires. Dort arbeitet sie als Sängerin und erhält kleinere Filmrollen, bevor sie an der Seite des Staatsmanns Juan Perón zur First Lady Argentiniens aufsteigt. Von den Armen wird Evita für ihr soziales Engagement als eine Heilige verehrt, ihr früher Tod erschüttert das ganze Land. Ab dem 30. November ist das Musical mit Welthits wie „Don’t cry for me, Argentina“ aus der Feder von Andrew Lloyd Webber und Tim Rice im Großen Haus zu erleben. Matthew Ferraro, der bereits 2017/18 die „Sizilianische Vesper“ am Mainfranken Theater inszenierte, kehrt als Regisseur nach Würzburg zurück.
Paul Maar: „Schiefe Märchen und schräge Geschichten"
Paul Maars Fantasie ist legendär: Seine Werke gelten als Klassiker der Kinderbuchliteratur und sind weltbekannt. Nun ist sein neuester Schmunzelspaß erschienen: „Schiefe Märchen und schräge Geschichten“. Unterwegs ist er zusammen mit seinen musikalischen Partnern Wolfgang Stute (Gitarre und Perkussion) und Konrad Haas (Keyboard, Flöte und Saxofon). Das Programm am 2. Dezember im Mainfranken Theater: eine Lesung mit Musik für Erwachsene, die sich ein kindliches Gemüt bewahrt haben. Für manche ist es ein Stück wiedererweckter Kindheit.
Highlights aus dem Konzertkalender
Im zweiten Sinfoniekonzert der Saison trifft – dem Spielzeitmotto „Familienbande“ getreu – Schwiegervater auf Schwiegersohn: Am 14. und 15. November erleben die Zuhörer in der Hochschule für Musik Antonín Dvořáks „Die Mittagshexe“ op. 108 und sein Violoncellokonzert h-Moll op. 104 neben Josef Suks „Fantastischem Scherzo“ op. 25.
Am 7. und 13. Dezember stimmen die Streicher des Philharmonischen Orchesters gemeinsam mit der Big Band Würzburg! e.V. im Großen Haus auf die besinnliche Zeit ein. Mit den Gesangssolisten Barbara Schöller und Armin Kahl heißt es dann „It’s Christmas Time“. Am 10. Dezember ist die Konzertgala außerdem in der Tauberphilharmonie Weikersheim zu Gast.
Im zweiten Kammerkonzert am 15. Dezember dreht sich alles um die Bratsche. Auf dem Programm stehen Werke für eine bis vier Violen unter anderem von Telemann, Schumann und Piazzolla.
Auch die beliebten Babykonzerte stehen am 21. Dezember mit auf dem Spielplan.
Neu in dieser Spielzeit ist das Format der Fugenhexe. Junge Besucher zwischen drei und acht Jahren erhalten am 14. Dezember musikalische Einblicke in das spannende Leben der kleinen Fugenhexe.
Weihnachts- und Feiertagsprogramm
Das Festprogramm am 25. Dezember lockt mit Verdis Oper „Rigoletto“, am zweiten Weihnachtsfeiertag darf sich das Publikum vormittags auf eine Vorstellung vom „Räuber Hotzenplotz“ im Schauspiel sowie am Abend auf „Es war einmal…“ der Tanzcompagnie freuen.
Das Konzert zum Jahreswechsel hält dieses Jahr am 30. Dezember sowie am 1. und 6. Januar eine „Aufforderung zum Tanz“ bereit. Der Tanz spricht eine internationale Sprache, und so entführt dieser Abend unter der Leitung des Ersten Kapellmeisters Gábor Hontvári musikalisch an unterschiedlichste Orte der (Tanz-)Welt. Am Silvesterabend selbst sind im Großen Haus zwei Vorstellungen des Musicals „Evita“ zu sehen.
Terminüberblick
Premiere: Es war einmal… --> 3.11.
W-Café presents: Als Deutsch noch nicht meine Zunge war --> 12.11.
2. Sinfoniekonzert: Ferne Klänge --> 14.11. & 15.11.
Matinee: Evita --> 17.11.
Premiere:Schwalbenkönig --> 22.11.
Premiere: Der Räuber Hotzenplotz --> 24.11.
99 – Die öffentliche Probe: Evita --> 26.11.
Text und Bühne: Kabale und Liebe --> 27.11.
Deutschsprachige Erstaufführung: 5 Kilo Zucker --> 29.11.
Premiere: Evita --> 30.11.
Paul Maar: Schiefe Märchen und schräge Geschichten --> 2.12.
Weihnachtskonzert: It’s Christmas Time --> 7.12., 10.12. & 13.12.
Fugenhexe --> 14.12.
2. Kammerkonzert: Telemann – Schumann – Piazzolla --> 15.12.
Babykonzert --> 21.12.
Ferienworkshop: Der Räuber Hotzenplotz --> 27.12. & 28.12.
Konzert zum Jahreswechsel --> 30.12., 1.1. & 6.1.
NR.54/2019 | 25.9.2019 | BGR
Publikum blieb Mainfranken Theater 2018/19 großteils treu / Zuwächse bei studentischen Besuchern
Publikum blieb Mainfranken Theater 2018/19 großteils treu / Zuwächse bei studentischen Besuchern
Bilanz der ersten Baustellensaison
Würzburg, 25. September 2019 – Ein abgerissener Vorbau, eine Baugrube vor dem Haus, ein rückgebautes Foyer und veränderte Kapazitäten bei Gastronomie und Garderobe: Das Mainfranken Theater Würzburg hat seine erste Spielzeit bei laufendem Baubetrieb absolviert. Das Publikum hielt seiner Bühne in der Saison 2018/19 dabei in großen Teilen die Treue: Insgesamt strömte es rund 129.000 Mal in die Vorstellungen des Mainfranken Theaters. Das sind knapp 11.000 Besuche weniger als in der vorangegangenen Spielzeit. Besonders erfreulich: Die Zahl der Studierenden in den Zuschauersälen verdoppelte sich. Sie stieg von 6.550 (2017/18) auf jetzt 12.300 an. Die Gesamtauslastung lag bei knapp 72 Prozent (Vorjahr: 73%). Die Umsatzerlöse betrugen nach noch vorläufigen Ergebnissen 2,6 Millionen Euro (Vorjahr: 2,8 Mio. €).
Zwei Jahre in Folge hatte das Würzburger Theater seit 2016/17 Zuwächse verzeichnet, nicht zuletzt auch dank besonderer Außenevents wie beispielsweise Vorstellungen auf der Landesgartenschau 2018 mit mehr als 6.000 Besuchern. In seiner ersten Saison bei laufendem Baubetrieb registrierte das Vierspartenhaus nun einen Besucherrückgang. „Aufgrund der vorherigen Steigerungen bewegen wir uns weiterhin auf einem respektablen Niveau“, bewertet Intendant Markus Trabusch die Zahlen der Spielzeit 2018/19. Besonders freue es ihn, dass es gelungen sei, viele Studierende für das Haus zu gewinnen. „Die Verdopplung der studentischen Besuche durch das Semesterticket zeigt das Interesse auch von jungen Menschen an zeitgemäßem Theater“, so Trabusch.
„Auch wenn in der jetzt abgeschlossenen Spielzeit die Besucherzahlen und somit auch die Eintrittserlöse deutlich unter den Erwartungen blieben, kann es solche Ausreißer immer einmal geben“, sagt Dirk Terwey, Geschäftsführender Direktor des Mainfranken Theaters. „Es lässt sich nicht vollumfänglich vorausberechnen, wie das Publikum auf die Angebote einer Spielzeit reagiert. Zudem stehen wir mitten in einem Umbruch. Ich bin dennoch sehr optimistisch, dass wir in der nun beginnenden letzten Saison im „alten Haus“ mit unseren spannenden Spielplanangeboten wieder viele Menschen in unser Haus locken werden“, resümiert Terwey.
„Auch wenn in der jetzt abgeschlossenen Spielzeit die Besucherzahlen und somit auch die Eintrittserlöse deutlich unter den Erwartungen blieben, kann es solche Ausreißer immer einmal geben“, sagt Dirk Terwey, Geschäftsführender Direktor des Mainfranken Theaters. „Es lässt sich nicht vollumfänglich vorausberechnen, wie das Publikum auf die Angebote einer Spielzeit reagiert. Zudem stehen wir mitten in einem Umbruch. Ich bin dennoch sehr optimistisch, dass wir in der nun beginnenden letzten Saison im „alten Haus“ mit unseren spannenden Spielplanangeboten wieder viele Menschen in unser Haus locken werden“, resümiert Terwey.
Publikumslieblinge in jeder Sparte
Erneut brachte jede Sparte ganz besondere Publikumsmagneten hervor. So waren die Vorstellungen der Märchenoper „Hänsel und Gretel“ - Wiederaufnahme ist am 29. September - nahezu ausverkauft. Die kleinen Besucher strömten zahlreich in die Uraufführung der Kinderoper „Siegfried, der kleine Drachentöter“. Wagners „Götterdämmerung“ stieß nicht nur beim Publikum, sondern auch bei den nationalen und internationalen Medien auf große Resonanz. Dass sich die Anstrengungen für ein Haus mittlerer Größe, solch eine Produktion zu wagen, gelohnt haben, unterstrich das renommierte Fachmagazin Opernwelt mit der Nominierung von Generalmusikdirektor Enrico Calesso als Dirigent des Jahres 2019.
Im Schauspiel gehörten unter anderem „Der Besuch der alten Dame“ und „Ronja Räubertochter“ zu den Publikumsrennern; ebenso die Kammerproduktionen „Das Buch von allen Dingen“ und - für eine Uraufführung nicht selbstverständlich - „Sisyphos auf Silvaner“. Der Einstandsabend „Chansons“ verbuchte die meisten Besuche im Programm der im September 2018 gestarteten neuen Tanzcompagnie für sich. Bei den Angeboten des Philharmonischen Orchesters Würzburg erfreuten sich Smetanas „Mein Vaterland“ und Tschaikowskis fünfte Sinfonie sowie die zahlreichen Konzertevents besonderer Beliebtheit. Der 2019 am Mainfranken Theater gegründete Junge Chor stellte sich erstmals mit Orffs „Carmina Burana“ vor ausverkauftem Haus vor.
Abseits des gängigen Repertoires punktete die Bühne mit neuen künstlerischen Handschriften und großer medialer Aufmerksamkeit in Fachmedien, Tagespresse, Fernsehen und Hörfunk. So inszenierte erstmals der bekannte Chansonnier, Autor, Regisseur und Schauspieler Dominique Horwitz am Mainfranken Theater („Ariadne auf Naxos“). Erkundungen des Stadtraums führten das Theater in die neue Behr-Halle (ehemals Efeuhof) des Rathauses, wo das Schauspielensemble in luftiger Atmosphäre und vor ausverkauften Plätzen „The Black Rider“ präsentierte.
Im Schauspiel gehörten unter anderem „Der Besuch der alten Dame“ und „Ronja Räubertochter“ zu den Publikumsrennern; ebenso die Kammerproduktionen „Das Buch von allen Dingen“ und - für eine Uraufführung nicht selbstverständlich - „Sisyphos auf Silvaner“. Der Einstandsabend „Chansons“ verbuchte die meisten Besuche im Programm der im September 2018 gestarteten neuen Tanzcompagnie für sich. Bei den Angeboten des Philharmonischen Orchesters Würzburg erfreuten sich Smetanas „Mein Vaterland“ und Tschaikowskis fünfte Sinfonie sowie die zahlreichen Konzertevents besonderer Beliebtheit. Der 2019 am Mainfranken Theater gegründete Junge Chor stellte sich erstmals mit Orffs „Carmina Burana“ vor ausverkauftem Haus vor.
Abseits des gängigen Repertoires punktete die Bühne mit neuen künstlerischen Handschriften und großer medialer Aufmerksamkeit in Fachmedien, Tagespresse, Fernsehen und Hörfunk. So inszenierte erstmals der bekannte Chansonnier, Autor, Regisseur und Schauspieler Dominique Horwitz am Mainfranken Theater („Ariadne auf Naxos“). Erkundungen des Stadtraums führten das Theater in die neue Behr-Halle (ehemals Efeuhof) des Rathauses, wo das Schauspielensemble in luftiger Atmosphäre und vor ausverkauften Plätzen „The Black Rider“ präsentierte.
Vermittlung und Vertrieb
Netzwerke und Kooperationen zu pflegen und Besucherbarrieren abzubauen, war auch in der Spielzeit 2018/19 ein Kernanliegen der Bühne. Theater- und Konzertpädagogik und die plattformX schufen vom Spielclub über das Orchesterkarussell bis zum Workshop diverse neue und bewährte Angebote für alle Altersstufen. Lesungen, Vortragsreihen und weitere Formate wurden mit dem Ziel entwickelt, spartenübergreifend Besuchsanlässe zu schaffen und neue Zielgruppen zu erschließen.
Im Bereich Marketing, Vertrieb und Kommunikation endete mit Abschluss der Saison 2018/19 auch ein Großprojekt: der Relaunch des Internetauftritts für das Mainfranken Theater und der damit verbundene Auf- und Ausbau einer Social-Media-Strategie. Neue Kooperationen, so etwa mit den Bürgerspital Weinstuben als Gastronomiepartner zur Produktion „Götterdämmerung“, eröffneten Synergien. Daneben betrieb das Theater weiterhin eine intensive Zusammenarbeit mit Medienvertretern und Marketingmultiplikatoren, lud ein zu Presseterminen, Key-Account-Veranstaltungen und Previews und organisierte und betreute rund 300 Journalisten- und Rezensentenbesuche im Haus. Die - durchweg positive - Berichterstattung in den klassischen Medien im Zusammenhang mit dem Mainfranken Theater entsprach in der Spielzeit 2018/19 einem hypothetischen Werbeäquivalenzwert von zirka 5,8 Millionen Euro.
Im Bereich Marketing, Vertrieb und Kommunikation endete mit Abschluss der Saison 2018/19 auch ein Großprojekt: der Relaunch des Internetauftritts für das Mainfranken Theater und der damit verbundene Auf- und Ausbau einer Social-Media-Strategie. Neue Kooperationen, so etwa mit den Bürgerspital Weinstuben als Gastronomiepartner zur Produktion „Götterdämmerung“, eröffneten Synergien. Daneben betrieb das Theater weiterhin eine intensive Zusammenarbeit mit Medienvertretern und Marketingmultiplikatoren, lud ein zu Presseterminen, Key-Account-Veranstaltungen und Previews und organisierte und betreute rund 300 Journalisten- und Rezensentenbesuche im Haus. Die - durchweg positive - Berichterstattung in den klassischen Medien im Zusammenhang mit dem Mainfranken Theater entsprach in der Spielzeit 2018/19 einem hypothetischen Werbeäquivalenzwert von zirka 5,8 Millionen Euro.
Nr.51/2019 | 22.9.2019 | bgr
Mainfranken Theater Würzburg:
Mainfranken Theater Würzburg:
Grundstein für den Erweiterungsbau gelegt
Würzburg, 22. September 2019 – Gemeinsam mit politischen Vertretern des Bezirks und der Stadt, aus Bundestag und Landtag, mit Mitgliedern des Theater- und Orchesterfördervereins und seinen Rosenkavalieren sowie in Anwesenheit zahlreicher weiterer Gäste und am Bau Beteiligter hat das Mainfranken Theater Würzburg am heutigen 22. September den Grundstein für seinen neuen Erweiterungsbau gelegt.
Von einem „stolzen Tag für alle Würzburgerinnen und Würzburger und ganz Mainfranken“ sprach Christian Schuchardt. „Als Oberbürgermeister der Stadt Würzburg bin ich heute sehr glücklich, den Grundstein für den neuen Erweiterungsbau des Mainfranken Theaters setzen zu dürfen“, sagte Schuchardt und erinnerte an den langen Weg bis zu diesem wichtigen Etappenziel in der Sanierung und Erweiterung des Würzburger Theaters. Dass der Freistaat Bayern, Stadt und Landkreis Würzburg und der Bezirk Unterfranken dieses Großprojekt heute im Konsens gestalten, zeige, dass die Politik in ihren kommunalen Kernaufgaben entschlossen und zukunftsorientiert handle, so der Oberbürgermeister.
Gemeinsam mit Regierungsvizepräsident Jochen Lange, Bezirkstagspräsident Erwin Dotzel, Landrat Eberhard Nuß, Würzburgs Bürgermeisterin Marion Schäfer-Blake, Kulturreferent Achim Könneke, Architekt Jörg Friedrich, Intendant Markus Trabusch und Dirk Terwey, Geschäftsführender Direktor des Mainfranken Theaters, setzte Schuchardt anschließend den Grundstein in Form einer Zeitkapsel. Bestückt mit verschiedenen Zeugnissen aus der Theaterhistorie, darunter Fotos, Planungsunterlagen, ein Stück Bühnenboden und mehr, wurde diese Zeitkapsel in den Rohbau einzementiert.
Intendant Markus Trabusch: „Ich freue mich außerordentlich, dass das Mainfranken Theater als zentrale Kultur- und Bildungsinstitution der Stadt Würzburg und der Region Mainfranken durch die Sanierung und Erweiterung künstlerisch gestärkt und seine Zukunftsfähigkeit gesichert wird.“
„Durch die jetzt erfolgenden Maßnahmen können wir für unser Haus einen wirtschaftlichen Betrieb für die nächsten Jahrzehnte gewährleisten“, ergänzte Dirk Terwey, Geschäftsführender Direktor des Mainfranken Theaters.
Das Bestandsgebäude des Mainfranken Theaters stammt aus dem Jahr 1966 und wird noch bis zur Spielzeit 22/23 bei laufendem Betrieb saniert und erweitert. Geplant sind die Errichtung eines neuen „Kleinen Hauses“, neuer Probebühnen und einer neuen gastronomischen Versorgung in einem Erweiterungsbau des Theaters, die Schaffung eines neuen Orchesterprobenraums, die Sanierung des Haupttraktes mit dem „Großen Haus“ sowie die Vergrößerung der Werkstätten. Außerdem sollen sämtliche bis dato ausgelagerte Arbeitsbereiche ins Theatergebäude integriert werden. Der Kopfbau mit dem neuen „Kleinen Haus“ für rund 330 Besucher, für den jetzt der Grundstein gelegt wurde, soll bereits im Winter 2020 fertiggestellt und für das Publikum geöffnet werden.
Die Objektplanung obliegt dem Hamburger Büro von Professor Jörg Friedrich, der PFP Planungs GmbH. Die Investitionen belaufen sich auf knapp 70 Millionen Euro und werden gemeinsam durch den Freistaat Bayern, die Stadt und den Landkreis Würzburg, den Bezirk Unterfranken sowie unter anderem auch aus Stiftungsmitteln getragen. Die Sanierung und Erweiterung des in die Jahre gekommenen Mainfranken Theaters Würzburg ist zwingend notwendig geworden, um die Anforderungen an einen wirtschaftlichen, sicheren und zeitgemäßen Spielbetrieb für die nächsten Jahrzehnte zu erfüllen.
Gemeinsam mit Regierungsvizepräsident Jochen Lange, Bezirkstagspräsident Erwin Dotzel, Landrat Eberhard Nuß, Würzburgs Bürgermeisterin Marion Schäfer-Blake, Kulturreferent Achim Könneke, Architekt Jörg Friedrich, Intendant Markus Trabusch und Dirk Terwey, Geschäftsführender Direktor des Mainfranken Theaters, setzte Schuchardt anschließend den Grundstein in Form einer Zeitkapsel. Bestückt mit verschiedenen Zeugnissen aus der Theaterhistorie, darunter Fotos, Planungsunterlagen, ein Stück Bühnenboden und mehr, wurde diese Zeitkapsel in den Rohbau einzementiert.
Intendant Markus Trabusch: „Ich freue mich außerordentlich, dass das Mainfranken Theater als zentrale Kultur- und Bildungsinstitution der Stadt Würzburg und der Region Mainfranken durch die Sanierung und Erweiterung künstlerisch gestärkt und seine Zukunftsfähigkeit gesichert wird.“
„Durch die jetzt erfolgenden Maßnahmen können wir für unser Haus einen wirtschaftlichen Betrieb für die nächsten Jahrzehnte gewährleisten“, ergänzte Dirk Terwey, Geschäftsführender Direktor des Mainfranken Theaters.
Das Bestandsgebäude des Mainfranken Theaters stammt aus dem Jahr 1966 und wird noch bis zur Spielzeit 22/23 bei laufendem Betrieb saniert und erweitert. Geplant sind die Errichtung eines neuen „Kleinen Hauses“, neuer Probebühnen und einer neuen gastronomischen Versorgung in einem Erweiterungsbau des Theaters, die Schaffung eines neuen Orchesterprobenraums, die Sanierung des Haupttraktes mit dem „Großen Haus“ sowie die Vergrößerung der Werkstätten. Außerdem sollen sämtliche bis dato ausgelagerte Arbeitsbereiche ins Theatergebäude integriert werden. Der Kopfbau mit dem neuen „Kleinen Haus“ für rund 330 Besucher, für den jetzt der Grundstein gelegt wurde, soll bereits im Winter 2020 fertiggestellt und für das Publikum geöffnet werden.
Die Objektplanung obliegt dem Hamburger Büro von Professor Jörg Friedrich, der PFP Planungs GmbH. Die Investitionen belaufen sich auf knapp 70 Millionen Euro und werden gemeinsam durch den Freistaat Bayern, die Stadt und den Landkreis Würzburg, den Bezirk Unterfranken sowie unter anderem auch aus Stiftungsmitteln getragen. Die Sanierung und Erweiterung des in die Jahre gekommenen Mainfranken Theaters Würzburg ist zwingend notwendig geworden, um die Anforderungen an einen wirtschaftlichen, sicheren und zeitgemäßen Spielbetrieb für die nächsten Jahrzehnte zu erfüllen.
Nr.52/2019 | 22.9.2019 | bgr
Förderverein unterstützt künstlerische Arbeit mit einer Viertelmillion Euro
Förderverein unterstützt künstlerische Arbeit mit einer Viertelmillion Euro
Mainfranken Theater: Letzte Spielzeit im „alten“ Haus eröffnet
Würzburg, 22. September 2019 – Das Mainfranken Theater Würzburg hat bei einer festlichen Galaveranstaltung mit seinem Philharmonischen Orchester und den Ensembles aller Sparten am heutigen 22. September die Spielzeit 19/20 eröffnet. Präsentiert wurden Kostproben aus den bevorstehenden Saisonhöhepunkten, darunter die ersten Tanzpremieren, Schillers „Kabale und Liebe“, Verdis „Rigoletto“, das Musical „Evita“ und das zweite Sinfoniekonzert. Das Theater, das derzeit bei laufendem Betrieb saniert und erweitert wird, startet damit in die letzte Saison im bisherigen Bestand seines Gebäudes aus dem Jahr 1966.
Im Rahmen des Festaktes übergab Bruno Forster, Vorsitzender des Theater- und Orchesterfördervereins, einen Förderscheck in Höhe von 250.000 Euro an Intendant Markus Trabusch. Mit dieser Summe unterstützt der Verein die künstlerische Arbeit des Mainfranken Theaters in der bevorstehenden Spielzeit. Forster würdigte die Erfolge der zurückliegenden Saison, die das Haus trotz der parallel laufenden Bauarbeiten erreicht habe. Zugleich erinnerte er daran, wie unsicher noch vor wenigen Jahren ein zeitnaher Start der Theatersanierung gewesen sei.
Bereits am Mittag hatte das Mainfranken Theater mit der Grundsteinlegung für seinen neuen Erweiterungsbau einen wichtigen Meilenstein seines Bauvorhabens gefeiert. Die Eröffnung des Neubaus mit seinem neuen „Kleinen Haus“ ist im Winter 2020 geplant.
Bereits am Mittag hatte das Mainfranken Theater mit der Grundsteinlegung für seinen neuen Erweiterungsbau einen wichtigen Meilenstein seines Bauvorhabens gefeiert. Die Eröffnung des Neubaus mit seinem neuen „Kleinen Haus“ ist im Winter 2020 geplant.
Nr. 48/2019 | 17.9.2019 | bgr
Mainfranken Theater eröffnet letzte Spielzeit im „alten“ Haus:
Mainfranken Theater eröffnet letzte Spielzeit im „alten“ Haus:
Saisonauftakt mit Grundsteinlegung
Würzburg, 17. September 2019 – Das Mainfranken Theater Würzburg feiert am kommenden 22. September seinen Start in die Saison 19/20 mit einem bunten Tages- und Abendprogramm für die ganze Familie. Besonderer Höhepunkt ist um 12 Uhr die feierliche Grundsteinlegung für den Erweiterungsbau der Bühne mit dem neuen „Kleinen Haus“.
Es ist die letzte komplette Saison vor der Eröffnung des neuen Kleinen Hauses und vor der sanierungsbedingten Schließung des Großen Hauses: die Spielzeit 19/20 am Mainfranken Theater. Der Saisonauftakt am 22. September bietet gleich doppelten Anlass zum Feiern, denn das Festprogramm des Tages beginnt um 12 Uhr mit der Grundsteinlegung für den neuen Erweiterungsbau der Bühne. In Anwesenheit von Oberbürgermeister Christian Schuchardt, Kulturreferent Achim Könneke, Architekt Jörg Friedrich und der Theaterleitung können alle interessierten Bürgerinnen und Bürger diesen Meilenstein in der Sanierung und Erweiterung des Würzburger Theaters miterleben.
Auf Tuchfühlung mit den Künstlern
Die traditionelle Präsentation der Ballettschulen folgt um 12:30 Uhr im Großen Haus. Auf der Außenbühne in der Oeggstraße sorgen Solisten des Musiktheaterensembles und Chores sowie die Band aus „The Black Rider“ für musikalischen Genuss. Drinnen musizieren und singen Mitglieder des Philharmonischen Orchesters Würzburg, der Opernchor und der Junge Chor des Mainfranken Theaters. Generalmusikdirektor Enrico Calesso stellt sich und sein neues Konzertprogramm im „Concert Chat“ im Foyer vor. Bei einem Tischkicker-Turnier in der Kammer kann sich das Publikum messen, um im Finale gegen Produktionsbeteiligte des Schauspiels „Schwalbenkönig“ anzutreten. Weitere Möglichkeiten, mit Künstlern und Mitwirkenden der neuen Saison auf Tuchfühlung zu gehen, bieten die Matineen und Einführungen zu den ersten Premieren der Spielzeit 19/20 im Musiktheater, Schauspiel und Tanz.
Kostümverkauf und Technikbasar
Ein großer Kostümverkauf im Nebengebäude des Theaters (Oeggstraße 2) sowie ein großer Flohmarkt der Abteilungen Technik, Beleuchtung und Requisite im Malsaal im Hauptgebäude gehören zu den weiteren Höhepunkten des Tagesprogramms. Schnäppchenjäger, Mode- oder Cosplay-Enthusiasten können hier Kostüme vom Barock und Rokoko bis zur Moderne ergattern oder Stücke aus soeben abgespielten Inszenierungen des Mainfranken Theaters erwerben, so etwa aus der „Schönen Helena“, der „Götterdämmerung“ oder aus „Ronja Räubertochter“. Kaufinteressenten werden gebeten, möglichst nur kleine Scheine und eigene Taschen für ihre Einkäufe mitzubringen.
Workshops und Führungen
Kinder können sich schminken lassen und basteln, an spezifischen Produktions- und Tanzworkshops teilnehmen oder eigens eine Führung durch das Theater erleben. „Backstage“ und in der Schneiderei bieten Führungen für alle Altersgruppen besondere Einblicke in den Theateralltag. Eine Fotobox und eine Torwand runden das Angebot im Außenbereich ab. Mit Snacks vom Grill, Kaffee und Kuchen können sich die Theaterfestbesucher stärken.
Konzert und Revue ab 19:30 Uhr
Bei der abendlichen Revue ab 19:30 Uhr, die Intendant Markus Trabusch moderiert, präsentieren sich das Philharmonische Orchester Würzburg und die Ensembles aller Sparten mit Höhepunkten aus dem Spielplan 19/20, darunter Kostproben aus den ersten Tanzpremieren, aus Schillers „Kabale und Liebe“ und dem Programm des zweiten Sinfoniekonzerts. Die Hits „La donna è mobile“ aus „Rigoletto“ und „Don’t cry for me, Argentina“ aus „Evita“ werden ebenfalls zu Gehör gebracht. Am Abend mit dabei ist traditionell der Theater- und Orchesterförderverein des Mainfranken Theaters, der seinen Spendenscheck für die neue Saison überreicht. Tickets für die Abendveranstaltung sind an der Theaterkasse und im Webshop des Mainfranken Theaters erhältlich.
Nr. 45/2019 | 10.7.2019 | bdt
Höhepunkte des Spielplans im September und Oktober 2019
AUFTAKT! in die neue Spielzeit am 22. September
Das Mainfranken Theater lädt am 22. September mit „AUFTAKT! Ein Theaterfest“ nach der Sommerpause zum Mitmachen und Verweilen ein. Im Haus erwartet die Besucher unter anderem ein großer Kostümverkauf, Workshops, Werkeinführungen und Kinderballett. Außerdem ist eine Außenbühne mit musikalischem Programm geplant. Auch für das leibliche Wohl ist gesorgt. Am Abend führt Intendant Markus Trabusch in der traditionellen Revue durch ein buntes Programm mit dem Philharmonischen Orchester Würzburg und Highlights aus den bevorstehenden Premieren im Musiktheater, Schauspiel und Tanz.
Friedrich Schillers „Kabale und Liebe“ als Saisonpremiere
Am 28. September wird im Großen Haus mit dem Schauspiel „Kabale und Liebe“ die erste Premiere der Spielzeit gefeiert. Luise und Ferdinand lieben sich über alles. Doch die Tochter des bürgerlichen Musikers Miller und der Sohn des adeligen Präsidenten von Walter dürfen nicht zusammenfinden. Vater Miller lehnt die unstandesgemäße Verbindung aus Sorge und Prinzip ab. Präsident von Walter untersagt sie, da er seinen Sohn mit der herzoglichen Mätresse Lady Milford verheiraten will. Ferdinand rebelliert gegen den Plan und will mit Luise fliehen. Kann der Glaube an die absolute Kraft ihrer Liebe das junge Paar retten?
Märchenhafte Wiederaufnahme: Oper „Hänsel und Gretel“
Die Geschichte von Hänsel und Gretel, die zur Beerensuche im Wald ausgesetzt werden, wo sie in die Fänge der Knusperhexe geraten, zählt zu den bekanntesten Titeln aus den Kinder- und Hausmärchen der Brüder Grimm. Im Frühjahr 1890 stellte Adelheid Wette daraus einige Kinderlied-Verse zusammen, die ihr Bruder Engelbert Humperdinck zu einem musikalischen „Märchenspiel in drei Bildern“ ausarbeitete. In dieser Form begeistert die Oper „Hänsel und Gretel“ seit ihrer Uraufführung und über alle Altersklassen hinweg ihr Publikum stets aufs Neue. Nach seiner Premiere am 7. Juli wird das Stück am 29. September im Großen Haus wiederaufgenommen.
30 Jahre Mauerfall: „Kein Schiff wird kommen“
Im Jahr 2019 jährt sich der Mauerfall zum 30. Mal. Doch was bedeutet die Deutsche Einheit für die Republik heute? Der Protagonist in „Kein Schiff wird kommen“ erhält den Auftrag, ein Theaterstück über die Wiedervereinigung zu schreiben. Obwohl das Jahr 1989 ihm nichts bedeutet, nimmt er mit Blick auf seine schleppende Karriere den Job an. Widerwillig macht er sich auf die Reise nach Föhr, um seinen Vater zu besuchen und dessen Sicht auf den Mauerfall für seine Recherche zu nutzen. Doch seit dem Tod der Mutter ist die Vater-Sohn-Beziehung von Ungeduld und Sprachlosigkeit geprägt. Die beiden Männer scheinen sich immer mehr voneinander zu entfernen. Während der Protagonist am Wendethema scheitert, holen ihn seine Erinnerungen mit aller Wucht ein. „Kein Schiff wird kommen“ feiert am 29. September unter der Regie von Hausregisseur Kevin Barz Premiere in der Kammer.
Giuseppe Verdis „Rigoletto“ ab dem 12. Oktober im Großen Haus
Als verunstalteter Außenseiter verspottet Rigoletto zynisch und schonungslos die Opfer der Liebeslust seines Dienstherrn, des Herzogs. Mit voller Wucht trifft ihn daher der Fluch des Grafen von Monterone, dessen Tochter Opfer des herzoglichen Liebeswerbens wurde. Als sich seine eigene Tochter Gilda in den Herzog verliebt, verliert Rigoletto vollends den Boden unter den Füßen. Mit Hilfe des Auftragsmörders Sparafucile will er dem Herzog endgültig das Handwerk legen – mit tragischen Folgen. Intendant Markus Trabusch zeichnet für die Regie in der Neuinszenierung der Erfolgsoper verantwortlich.
Schauspiel mit Musik: „Die Comedian Harmonists“
Berlin, Dezember 1927: Harry Frommerman verfügt über keinerlei akademische Gesangs- oder Musikausbildung, aber er ist ein großer Fan des amerikanischen Vokalquartetts „The Revelers“. Nun sucht er Berufssänger für ein eigenes Ensemble. Zu ihm gesellen sich Robert Biberti, Ari Leschnikoff, Roman Cycowski, Erich Collin und Pianist Erwin Bootz. Der Rest ist Geschichte: Die Gründung der „Comedian Harmonists“, der kometenhafte Aufstieg des Sextetts sowie 1935 schließlich das Berufsverbot für die drei jüdischen Mitglieder durch die Nationalsozialisten und die daraus folgende Trennung der Gruppe. Premiere des Schauspiels mit Musik ist am 19. Oktober.
Highlights aus dem Konzertkalender
Das Philharmonische Orchester Würzburg startet am 6. Oktober mit dem ersten Familienkonzert „Kleine Schweinereien“ im Großen Haus in die neue Saison. Mit „Na warte, sagte Schwarte“ und „Die drei kleinen Schweinchen“ erobern zwei saugute Geschichten den Konzertsaal.
Das erste Kammerkonzert folgt am 20. Oktober im Toscanasaal der Residenz. Claudia Mendel, Sara Birringer, Peter David, Christina Kerscher und Matthias Steinkrauß präsentieren Werke von Mozart, Kókai und Brahms für Klarinette und Streichquartett.
In der Hochschule für Musik startet am 24. und 25. Oktober die Sinfoniekonzertreihe in die neue Saison. Mit Gast-Pianist Bernd Glemser und unter der Leitung von Generalmusikdirektor Enrico Calesso erklingen im Konzert „Familienbande“ Meisterwerke von Richard Wagner, Siegfried Wagner, Richard Strauss und Franz Liszt.
Auch die kleinen Besucher dürfen sich im Oktober freuen: Am 20. des Monats finden die ersten beiden Babykonzerte im Foyer ihre Fortsetzung. Am 27. Oktober startet das neue Format Fugenhexe im Foyer. Jungen Besuchern zwischen drei und acht Jahren erzählt die Fugenhexe mit Werken für Violoncello und Klavier von Bach, Mozart, Beethoven und Dvořák aus ihrem spannenden Leben.
Terminüberblick
Das Theater vor Ort: Stadtfest --> 14.9.
Theaterfest AUFTAKT! --> 22.9.
Premiere: „Kabale und Liebe“ --> 28.9.
Wiederaufnahme: „Hänsel und Gretel“ --> 29.9.
Premiere: „Kein Schiff wird kommen“ --> 29.9.
1. Familienkonzert: „Kleine Schweinereien“ --> 6.10.
99 – Die öffentliche Probe: „Rigoletto“ --> 7.10.
Premiere: „Rigoletto“ --> 12.10.
Trash Lab: So not Alltag! --> 18.10.
Premiere: „Die Comedian Harmonists“ --> 19.10.
1. Kammerkonzert: „Mozart – Kókai – Brahms“ --> 20.10.
Babykonzert --> 20.10.
1. Sinfoniekonzert: „Familienbande“ --> 24. & 25.10.
Fugenhexe --> 27.10.
Das Mainfranken Theater lädt am 22. September mit „AUFTAKT! Ein Theaterfest“ nach der Sommerpause zum Mitmachen und Verweilen ein. Im Haus erwartet die Besucher unter anderem ein großer Kostümverkauf, Workshops, Werkeinführungen und Kinderballett. Außerdem ist eine Außenbühne mit musikalischem Programm geplant. Auch für das leibliche Wohl ist gesorgt. Am Abend führt Intendant Markus Trabusch in der traditionellen Revue durch ein buntes Programm mit dem Philharmonischen Orchester Würzburg und Highlights aus den bevorstehenden Premieren im Musiktheater, Schauspiel und Tanz.
Friedrich Schillers „Kabale und Liebe“ als Saisonpremiere
Am 28. September wird im Großen Haus mit dem Schauspiel „Kabale und Liebe“ die erste Premiere der Spielzeit gefeiert. Luise und Ferdinand lieben sich über alles. Doch die Tochter des bürgerlichen Musikers Miller und der Sohn des adeligen Präsidenten von Walter dürfen nicht zusammenfinden. Vater Miller lehnt die unstandesgemäße Verbindung aus Sorge und Prinzip ab. Präsident von Walter untersagt sie, da er seinen Sohn mit der herzoglichen Mätresse Lady Milford verheiraten will. Ferdinand rebelliert gegen den Plan und will mit Luise fliehen. Kann der Glaube an die absolute Kraft ihrer Liebe das junge Paar retten?
Märchenhafte Wiederaufnahme: Oper „Hänsel und Gretel“
Die Geschichte von Hänsel und Gretel, die zur Beerensuche im Wald ausgesetzt werden, wo sie in die Fänge der Knusperhexe geraten, zählt zu den bekanntesten Titeln aus den Kinder- und Hausmärchen der Brüder Grimm. Im Frühjahr 1890 stellte Adelheid Wette daraus einige Kinderlied-Verse zusammen, die ihr Bruder Engelbert Humperdinck zu einem musikalischen „Märchenspiel in drei Bildern“ ausarbeitete. In dieser Form begeistert die Oper „Hänsel und Gretel“ seit ihrer Uraufführung und über alle Altersklassen hinweg ihr Publikum stets aufs Neue. Nach seiner Premiere am 7. Juli wird das Stück am 29. September im Großen Haus wiederaufgenommen.
30 Jahre Mauerfall: „Kein Schiff wird kommen“
Im Jahr 2019 jährt sich der Mauerfall zum 30. Mal. Doch was bedeutet die Deutsche Einheit für die Republik heute? Der Protagonist in „Kein Schiff wird kommen“ erhält den Auftrag, ein Theaterstück über die Wiedervereinigung zu schreiben. Obwohl das Jahr 1989 ihm nichts bedeutet, nimmt er mit Blick auf seine schleppende Karriere den Job an. Widerwillig macht er sich auf die Reise nach Föhr, um seinen Vater zu besuchen und dessen Sicht auf den Mauerfall für seine Recherche zu nutzen. Doch seit dem Tod der Mutter ist die Vater-Sohn-Beziehung von Ungeduld und Sprachlosigkeit geprägt. Die beiden Männer scheinen sich immer mehr voneinander zu entfernen. Während der Protagonist am Wendethema scheitert, holen ihn seine Erinnerungen mit aller Wucht ein. „Kein Schiff wird kommen“ feiert am 29. September unter der Regie von Hausregisseur Kevin Barz Premiere in der Kammer.
Giuseppe Verdis „Rigoletto“ ab dem 12. Oktober im Großen Haus
Als verunstalteter Außenseiter verspottet Rigoletto zynisch und schonungslos die Opfer der Liebeslust seines Dienstherrn, des Herzogs. Mit voller Wucht trifft ihn daher der Fluch des Grafen von Monterone, dessen Tochter Opfer des herzoglichen Liebeswerbens wurde. Als sich seine eigene Tochter Gilda in den Herzog verliebt, verliert Rigoletto vollends den Boden unter den Füßen. Mit Hilfe des Auftragsmörders Sparafucile will er dem Herzog endgültig das Handwerk legen – mit tragischen Folgen. Intendant Markus Trabusch zeichnet für die Regie in der Neuinszenierung der Erfolgsoper verantwortlich.
Schauspiel mit Musik: „Die Comedian Harmonists“
Berlin, Dezember 1927: Harry Frommerman verfügt über keinerlei akademische Gesangs- oder Musikausbildung, aber er ist ein großer Fan des amerikanischen Vokalquartetts „The Revelers“. Nun sucht er Berufssänger für ein eigenes Ensemble. Zu ihm gesellen sich Robert Biberti, Ari Leschnikoff, Roman Cycowski, Erich Collin und Pianist Erwin Bootz. Der Rest ist Geschichte: Die Gründung der „Comedian Harmonists“, der kometenhafte Aufstieg des Sextetts sowie 1935 schließlich das Berufsverbot für die drei jüdischen Mitglieder durch die Nationalsozialisten und die daraus folgende Trennung der Gruppe. Premiere des Schauspiels mit Musik ist am 19. Oktober.
Highlights aus dem Konzertkalender
Das Philharmonische Orchester Würzburg startet am 6. Oktober mit dem ersten Familienkonzert „Kleine Schweinereien“ im Großen Haus in die neue Saison. Mit „Na warte, sagte Schwarte“ und „Die drei kleinen Schweinchen“ erobern zwei saugute Geschichten den Konzertsaal.
Das erste Kammerkonzert folgt am 20. Oktober im Toscanasaal der Residenz. Claudia Mendel, Sara Birringer, Peter David, Christina Kerscher und Matthias Steinkrauß präsentieren Werke von Mozart, Kókai und Brahms für Klarinette und Streichquartett.
In der Hochschule für Musik startet am 24. und 25. Oktober die Sinfoniekonzertreihe in die neue Saison. Mit Gast-Pianist Bernd Glemser und unter der Leitung von Generalmusikdirektor Enrico Calesso erklingen im Konzert „Familienbande“ Meisterwerke von Richard Wagner, Siegfried Wagner, Richard Strauss und Franz Liszt.
Auch die kleinen Besucher dürfen sich im Oktober freuen: Am 20. des Monats finden die ersten beiden Babykonzerte im Foyer ihre Fortsetzung. Am 27. Oktober startet das neue Format Fugenhexe im Foyer. Jungen Besuchern zwischen drei und acht Jahren erzählt die Fugenhexe mit Werken für Violoncello und Klavier von Bach, Mozart, Beethoven und Dvořák aus ihrem spannenden Leben.
Terminüberblick
Das Theater vor Ort: Stadtfest --> 14.9.
Theaterfest AUFTAKT! --> 22.9.
Premiere: „Kabale und Liebe“ --> 28.9.
Wiederaufnahme: „Hänsel und Gretel“ --> 29.9.
Premiere: „Kein Schiff wird kommen“ --> 29.9.
1. Familienkonzert: „Kleine Schweinereien“ --> 6.10.
99 – Die öffentliche Probe: „Rigoletto“ --> 7.10.
Premiere: „Rigoletto“ --> 12.10.
Trash Lab: So not Alltag! --> 18.10.
Premiere: „Die Comedian Harmonists“ --> 19.10.
1. Kammerkonzert: „Mozart – Kókai – Brahms“ --> 20.10.
Babykonzert --> 20.10.
1. Sinfoniekonzert: „Familienbande“ --> 24. & 25.10.
Fugenhexe --> 27.10.
Nr. 41/2019 | 7.6.2019 | bgr
Neue Außenspielstätte während Sanierung:
Neue Außenspielstätte während Sanierung:
Mainfranken Theater präsentiert „Theaterfabrik Blaue Halle“ / Partner va-Q-tec bietet Platz für große Formate mit Orchester
Würzburg, 7. Juni 2019 – Das Große Haus des Mainfranken Theaters mit seinen 738 Plätzen steht aufgrund der derzeitigen Sanierung und Erweiterung der Bühne ab der Spielzeit 20/21 für etwa zwei Jahre nicht zur Verfügung. Für Schauspiel- und Tanzproduktionen sowie kammermusikalische Formate im Musiktheater wird in dieser Zeit bereits das neue Kleine Haus mit rund 330 Plätzen genutzt. Für große Opernproduktionen und Aufführungen mit Orchester bedarf es jedoch einer zusätzlichen, kontinuierlich nutzbaren Außenspielstätte, die das Mainfranken Theater nun in Zusammenarbeit mit der va-Q-tec AG in der Würzburger Dürrbachau gefunden hat.
Es ist ein Unterfangen bei laufendem Spielbetrieb: Das 1966 eröffnete Mainfranken Theater Würzburg soll bis zur Saison 22/23 umfassend saniert und um ein neues Kleines Haus mit rund 330 Plätzen erweitert sein. Durch die zeitversetzte Umsetzung der unterschiedlichen Bauabschnitte wird ein kontinuierlicher Spielbetrieb im Gebäude aufrechterhalten. „Das ist ausgesprochen wichtig“, erläutert Markus Trabusch. Nur so gelinge es, dass das Haus für seine Besucher nicht komplett schließen müsse und über mehrere Jahre aus der Wahrnehmung der Öffentlichkeit entschwinde, ist sich der Intendant des Mainfranken Theaters sicher.
Zweiter Eckpfeiler der Besucherstrategie ist eine zusätzliche, regelmäßig zur Verfügung stehende Außenspielstätte, die es braucht, um auch während der Sanierung des Großen Hauses mit seinen 738 Plätzen große Produktionen mit Orchester zu realisieren. Dirk Terwey, Geschäftsführender Direktor: „Nach langem Suchen haben wir eine Lösung gefunden, mit der wir an einem festen Standort qualitativ ansprechendes Musiktheater anbieten können.“ Das sichere auch einen wichtigen Teil der Umsatzerlöse des Theaters, so Terwey.
Ein weiteres Plus dieser Strategie: Sie hält, so die Hoffnung der Theaterleitung, auch die Musiktheaterliebhaber und insbesondere die Abonnenten als die wichtigste Klientel der Bühne während aller Sanierungsphasen bei der Stange. Intendant Markus Trabusch: „Ist ein Abonnement erst einmal gekündigt und ein Kunde verloren, so ist es sehr schwierig, diesen Verlust wieder wettzumachen.“
Zweiter Eckpfeiler der Besucherstrategie ist eine zusätzliche, regelmäßig zur Verfügung stehende Außenspielstätte, die es braucht, um auch während der Sanierung des Großen Hauses mit seinen 738 Plätzen große Produktionen mit Orchester zu realisieren. Dirk Terwey, Geschäftsführender Direktor: „Nach langem Suchen haben wir eine Lösung gefunden, mit der wir an einem festen Standort qualitativ ansprechendes Musiktheater anbieten können.“ Das sichere auch einen wichtigen Teil der Umsatzerlöse des Theaters, so Terwey.
Ein weiteres Plus dieser Strategie: Sie hält, so die Hoffnung der Theaterleitung, auch die Musiktheaterliebhaber und insbesondere die Abonnenten als die wichtigste Klientel der Bühne während aller Sanierungsphasen bei der Stange. Intendant Markus Trabusch: „Ist ein Abonnement erst einmal gekündigt und ein Kunde verloren, so ist es sehr schwierig, diesen Verlust wieder wettzumachen.“
Beste Rahmenbedingungen in der Dürrbachau
Mit der „Blauen Halle“ der va-Q-tec AG hat das Mainfranken Theater jetzt Räumlichkeiten gefunden, die beste Voraussetzungen für eine kontinuierliche Bespielung bieten und gut an Theaterbedarfe angepasst werden können. Geplant sind dort etwa 120 Veranstaltungen pro Saison, für jeweils zirka 500 Zuschauer. Zu den Vorzügen der Infrastruktur zählen unter anderem ein rollstuhlgerechter Zugang sowie für große Veranstaltungen ausgelegte Foyerflächen und sanitäre Anlagen. Außerdem gibt es vor Ort eine Anbindung mit einer eigenen Bushaltestelle an den ÖPNV und Parkplätze für rund 400 PKW.
Oberbürgermeister Christian Schuchardt: „va-Q-tec ist eine Würzburger Erfolgsgeschichte: Basierend auf Forschungsarbeiten an der hiesigen Universität ist ein stark wachsendes, international agierendes Unternehmen entstanden, das seinen Hauptsitz in unserer Stadt hat. Ich freue mich außerordentlich, dass aus diesem Geiste, aus der Region für die Region etwas Neues zu schaffen, nun auch eine partnerschaftliche Zusammenarbeit mit dem städtischen Theater erwächst.“
„Das reiche kulturelle Angebot in Würzburg ist auch für uns Unternehmer ein wichtiger Standortfaktor“, meint Joachim Kuhn, Vorstandsvorsitzender und Gründer der va-Q-tec AG. „Es ist mir daher eine Freude, dass ich kontaktiert wurde und für das Anliegen, auch während der Theatersanierung ein adäquates Musiktheaterangebot in Würzburg aufrechtzuerhalten, eine probate Lösung in Aussicht stellen konnte.“ Die Zusage sei wohlüberlegt, so Kuhn: „Unsere sogenannte Blaue Halle ist unter anderem für unsere Hauptversammlungen und Kundenveranstaltungen gedacht. Doch die zweijährige ‚Zweckentfremdung‘ stört nicht unser Kerngeschäft und schränkt uns auch flächenmäßig nicht nennenswert ein, da nur ein kleiner Teilbereich der ehemaligen Stürtz-Immobilie vom Theater genutzt wird.“ Die va-Q-tec AG hatte die Liegenschaften der einstigen Druckerei im Jahr 2017 erworben.
Oberbürgermeister Christian Schuchardt: „va-Q-tec ist eine Würzburger Erfolgsgeschichte: Basierend auf Forschungsarbeiten an der hiesigen Universität ist ein stark wachsendes, international agierendes Unternehmen entstanden, das seinen Hauptsitz in unserer Stadt hat. Ich freue mich außerordentlich, dass aus diesem Geiste, aus der Region für die Region etwas Neues zu schaffen, nun auch eine partnerschaftliche Zusammenarbeit mit dem städtischen Theater erwächst.“
„Das reiche kulturelle Angebot in Würzburg ist auch für uns Unternehmer ein wichtiger Standortfaktor“, meint Joachim Kuhn, Vorstandsvorsitzender und Gründer der va-Q-tec AG. „Es ist mir daher eine Freude, dass ich kontaktiert wurde und für das Anliegen, auch während der Theatersanierung ein adäquates Musiktheaterangebot in Würzburg aufrechtzuerhalten, eine probate Lösung in Aussicht stellen konnte.“ Die Zusage sei wohlüberlegt, so Kuhn: „Unsere sogenannte Blaue Halle ist unter anderem für unsere Hauptversammlungen und Kundenveranstaltungen gedacht. Doch die zweijährige ‚Zweckentfremdung‘ stört nicht unser Kerngeschäft und schränkt uns auch flächenmäßig nicht nennenswert ein, da nur ein kleiner Teilbereich der ehemaligen Stürtz-Immobilie vom Theater genutzt wird.“ Die va-Q-tec AG hatte die Liegenschaften der einstigen Druckerei im Jahr 2017 erworben.
Platz für Werkstätten und Backstage-Bereiche
Insgesamt plant das Mainfranken Theater, neben dem Besucherbetrieb weitere Theaterfunktionalitäten in der Dürrbachau unterzubringen. Dirk Terwey: „Das Firmengelände der va-Q-tec AG bietet nicht nur eine qualitativ ansprechende Infrastruktur für unsere Zuschauer, sondern es verfügt auch über genügend Platz, um Backstage-, Werkstatt- und Lagerbereiche einzurichten.“ Diese Flächen benötige das Mainfranken Theater während der zweijährigen Sanierung seines Bestandsgebäudes in jedem Falle, so der Geschäftsführende Direktor.
Möglicher Sonderverkehr mit Bus
Die ab dem Würzburger Bahnhof startende Buslinie 27 hält direkt am Firmengelände, Haltestelle „va-Q-tec“. Gespräche darüber, die Busanbindung auf dieser Strecke zu theaterüblichen Zeiten für Besucher und Theatermitarbeiter gegebenenfalls zu intensivieren und ergänzende Busse einzusetzen, hat das Mainfranken Theater bereits aufgenommen. Darüber hinaus ist auch die individuelle Anreise aus Stadt und Region in die Dürrbachau mit dem PKW sowie die Anfahrt mit Reisebussen über die „eigene“ Ausfahrt der B27 Richtung Veitshöchheim uneingeschränkt möglich. Parkplätze sind ausreichend vorhanden.
Über die neue „Theaterfabrik Blaue Halle“
Opera in the Factory: Mit der „Theaterfabrik Blaue Halle“ präsentiert das Mainfranken Theater ab der Spielzeit 20/21 für voraussichtlich zwei Jahre eine neue Außenspielstätte im Würzburger Stadtgebiet. Auf einer Gesamtfläche von gut 3.300 Quadratmetern auf dem Gelände der va-Q-tec AG richtet die städtische Bühne nicht nur attraktive Zuschauerflächen ein, sondern auch Arbeitsbereiche für ihren Büro-, Backstage- und Werkstattbetrieb. Zirka 120 Vorstellungen pro Saison – darunter vor allem große Formate mit Orchester – sollen in der Würzburger Dürrbachau den parallel laufenden Spielbetrieb im neuen Kleinen Haus des Mainfranken Theaters ergänzen, das ebenfalls in der Saison 20/21 eröffnet wird. Ein rollstuhlgerechter Zugang zur „Theaterfabrik“, ein Cateringservice, rund 400 Parkplätze und die Anbindung an den ÖPNV runden das Angebot der neuen Außenspielstätte ab.
Über va-Q-tec
va-Q-tec ist ein führender Anbieter von Hochleistungs-Produkten und Lösungen im Bereich der thermischen Isolation und der Kühlkettenlogistik. Das Unternehmen entwickelt, produziert und vertreibt hocheffiziente und damit dünne Vakuumisolationspaneele ("VIPs") zur Dämmung sowie thermische Energiespeicherkomponenten (Phase Change Materials - "PCMs") zur zuverlässigen und energieeffizienten Temperaturkontrolle. Neben Healthcare und Logistik als Hauptmarkt werden folgende weitere Märkte von va-Q-tec adressiert: Kühlgeräte und Lebensmittel, Technik und Industrie, Bau und Mobilität. Das im Jahr 2001 gegründete und stark wachsende Unternehmen hat seinen Hauptsitz in Würzburg.
Nr. 33&34/2019 | 30.4.2019 | bgr
Mainfranken Theater setzt auf „Familienbande“ / Letzte Saison im „alten“ Haus:
Mainfranken Theater setzt auf „Familienbande“ / Letzte Saison im „alten“ Haus:
Die Spielzeit 19/20 in Würzburg
Würzburg, 30. April 2019 – Es ist die letzte komplette Saison vor der Eröffnung des neuen Kleinen Hauses und vor der sanierungsbedingten Schließung des Großen Hauses: die Spielzeit 19/20 am Mainfranken Theater. Das neue Programm der Würzburger Bühne steht ganz im Zeichen der familiären Gemeinschaft. „Familienbande“ lautet das Leitmotiv der Saison, die Intendant Markus Trabusch und sein künstlerisches Leitungsteam am heutigen Dienstag im Burkardushaus Würzburg vorstellten. Trabusch lässt Neues auf Bewährtes treffen, kombiniert Klassiker mit Erst- und Uraufführungen. Die zugehörigen Programmpublikationen sind ab sofort im Theater erhältlich, die bereits disponierten Vorstellungen sind im Internet unter mainfrankentheater.de/spielplan abrufbar. Der Kartenvorverkauf startet am 2. Juli.
Sie ist der Nukleus der Gesellschaft. Praktisch alle Parteien widmen ihr eigene politische Positionen. Und sie steht, das belegen aktuelle Studien, insbesondere bei jungen Menschen wieder hoch im Kurs: die Familie. Die Familie ist ein Ort, in dem Menschen, in welcher Lebensform auch immer, dauerhaft Verantwortung füreinander übernehmen. Dass dieses Ideal auch als Klischee entlarvt werden oder trefflich scheitern kann, macht es reizvoll für die künstlerische Auseinandersetzung auf der Bühne. Nach „Religionen“ und „Heimat“ in den vorangegangenen Spielzeiten widmet sich das Mainfranken Theater Würzburg unter dem Begriff „Familienbande“ also auch in der Saison 19/20 einem Leitthema mit Reibungspotenzial. Intendant Markus Trabusch: „Dass die Diskussion um den Familiennachzug von Asylberechtigten zuletzt so vehement geführt wurde, ist nur ein Aspekt von vielen, der uns die Aktualität und emotionale Tiefe des Themas vor Augen führt.“
Das Theater als der Ort, an dem in Gesellschaft für die Gesellschaft verhandelt werde, was alle angehe, sei dazu bestimmt, aktuelle Themen wie dieses aufzugreifen und auf künstlerische Art zu beleuchten, meint Trabusch. „Wir wollen mit unserer Arbeit dazu beitragen, uns zu vergewissern, wer wir sind, was unsere Werte ausmacht und wie wir unsere Zukunft gestalten wollen. Theater will unterhalten, zum Nachdenken anregen – und möchte vor allem das Gespräch entfachen“, so der Intendant.
Das Theater als der Ort, an dem in Gesellschaft für die Gesellschaft verhandelt werde, was alle angehe, sei dazu bestimmt, aktuelle Themen wie dieses aufzugreifen und auf künstlerische Art zu beleuchten, meint Trabusch. „Wir wollen mit unserer Arbeit dazu beitragen, uns zu vergewissern, wer wir sind, was unsere Werte ausmacht und wie wir unsere Zukunft gestalten wollen. Theater will unterhalten, zum Nachdenken anregen – und möchte vor allem das Gespräch entfachen“, so der Intendant.
Von Verdi bis Eötvös
Reichlich Gesprächsstoff und gute Unterhaltung bietet im Musiktheater ein Spielplan, der mit Verdis "Rigoletto" in der Regie von Markus Trabusch (Premiere 12.10.2019) oder mit dem Musical "Evita" (Premiere 30.11.2019) Hitverdächtiges präsentiert, der mit dem "Goldenen Drachen" von Peter Eötvös aber beispielsweise auch einen der meistgespielten Musikdramatiker der Gegenwart erstmals am Mainfranken Theater vorstellt (Premiere 25.1.2020). Dem roten Faden „Familienbande“ kann der geneigte Besucher dabei an verschiedenen Stellen folgen. So erzählt "Rigoletto" vom Spannungsverhältnis zwischen Privatem und der Öffentlichkeit und wirft die Frage auf: Lässt sich die Familie völlig vom gesellschaftlichen oder beruflichen Leben trennen – und für wen soll das gut sein?
Eine tragische Zuspitzung problematischer Familienbeziehungen spiegelt die berühmte Geschichte von Romeo und Julia wider. Zu Gehör gebracht wird sie in Bellinis großer Belcanto-Oper "I Capuleti e i Montecchi" (Premiere 24.5.2020). „Spannend scheint Bellinis Oper nicht zuletzt vor dem Hintergrund der parallelen Beschäftigung mit dem Œuvre Richard Wagners“, stellt Operndirektor Berthold Warnecke fest. „Wagner bewunderte Bellini, für dessen 'Norma' er die Bass-Einlage-Arie ‚Norma il predisse‘ komponierte. Bellinis weit ausgreifende Melodien wurden unmittelbar vorbildhaft für Wagners eigene Ideen einer ‚unendlichen Melodie‘“, so Warnecke. Dem Zusammenhang lässt sich nachspüren in Wagners Musikdrama "Das Rheingold", das das Mainfranken Theater nach seiner Beschäftigung mit der "Götterdämmerung" in der ausgehenden Spielzeit – und mit der neuerlichen Unterstützung des Richard-Wagner-Verbands Würzburg-Unterfranken e.V. – ab dem 14. März 2020 auf den Spielplan setzt.
Eine tragische Zuspitzung problematischer Familienbeziehungen spiegelt die berühmte Geschichte von Romeo und Julia wider. Zu Gehör gebracht wird sie in Bellinis großer Belcanto-Oper "I Capuleti e i Montecchi" (Premiere 24.5.2020). „Spannend scheint Bellinis Oper nicht zuletzt vor dem Hintergrund der parallelen Beschäftigung mit dem Œuvre Richard Wagners“, stellt Operndirektor Berthold Warnecke fest. „Wagner bewunderte Bellini, für dessen 'Norma' er die Bass-Einlage-Arie ‚Norma il predisse‘ komponierte. Bellinis weit ausgreifende Melodien wurden unmittelbar vorbildhaft für Wagners eigene Ideen einer ‚unendlichen Melodie‘“, so Warnecke. Dem Zusammenhang lässt sich nachspüren in Wagners Musikdrama "Das Rheingold", das das Mainfranken Theater nach seiner Beschäftigung mit der "Götterdämmerung" in der ausgehenden Spielzeit – und mit der neuerlichen Unterstützung des Richard-Wagner-Verbands Würzburg-Unterfranken e.V. – ab dem 14. März 2020 auf den Spielplan setzt.
Aufbegehren gegen die Väter
Wie in kaum einem anderen Stück seiner Zeit verbindet sich in Schillers Schauspiel "Kabale und Liebe" auf radikale Weise der Kampf um eine romantische Liebe mit dem Aufbegehren gegen die Autorität der Väter und für das Recht auf Selbstbestimmung (Premiere 28.9.2019). Die berühmten "Comedian Harmonists" wiederum verlieren durch die rassistische nationalsozialistische Politik angesichts ihrer Familienbande ihre Auftrittsmöglichkeiten (Premiere 19.10.2019).
Die deutschsprachige Erstaufführung "5 Kilo Zucker" (Premiere 29.11.2019) ist eine außergewöhnliche Komödie des preisgekrönten israelischen Autors Gur Koren über die dritte Generation nach der Shoa. Sie erzählt mit Sprachwitz und Situationskomik nicht nur vom Umgang mit der Geschichte der Großeltern, sondern auch von der Herausforderung, neue Familienbande zu knüpfen.
Markus Trabusch: „Wir verfolgen unseren thematischen roten Faden über die Jahrhunderte unseres kulturellen Erbes bis hin zur Uraufführung eines Kinderstücks in der Kammer.“ Stefan Wipplingers "Wie Schnuppen von den Augen" dreht sich um zwei beste Freunde, die wie Brüder sind, bis eine neue Nachbarin in ihr Leben tritt (Premiere 2.4.2020; ab neun Jahren). Die Uraufführung wird ermöglicht durch ein Stipendium, das vom Kinder- und Jugendtheaterzentrum Frankfurt in Kooperation mit dem Deutschen Literaturfonds vergeben wird. Ihre Förderinitiative „Nah dran!“ zeichnet sich durch die programmatische Zusammenarbeit der Autorinnen und Autoren mit ihren Partnertheatern aus, die sich auch gemeinsam für das Stipendium bewerben.
Die deutschsprachige Erstaufführung "5 Kilo Zucker" (Premiere 29.11.2019) ist eine außergewöhnliche Komödie des preisgekrönten israelischen Autors Gur Koren über die dritte Generation nach der Shoa. Sie erzählt mit Sprachwitz und Situationskomik nicht nur vom Umgang mit der Geschichte der Großeltern, sondern auch von der Herausforderung, neue Familienbande zu knüpfen.
Markus Trabusch: „Wir verfolgen unseren thematischen roten Faden über die Jahrhunderte unseres kulturellen Erbes bis hin zur Uraufführung eines Kinderstücks in der Kammer.“ Stefan Wipplingers "Wie Schnuppen von den Augen" dreht sich um zwei beste Freunde, die wie Brüder sind, bis eine neue Nachbarin in ihr Leben tritt (Premiere 2.4.2020; ab neun Jahren). Die Uraufführung wird ermöglicht durch ein Stipendium, das vom Kinder- und Jugendtheaterzentrum Frankfurt in Kooperation mit dem Deutschen Literaturfonds vergeben wird. Ihre Förderinitiative „Nah dran!“ zeichnet sich durch die programmatische Zusammenarbeit der Autorinnen und Autoren mit ihren Partnertheatern aus, die sich auch gemeinsam für das Stipendium bewerben.
Von Ursprüngen und Archetypen
Sind wir Menschen durch unsere Ursprünge in Afrika nicht alle miteinander verwandt, fragt der Tanzabend "Es war einmal…" von Kevin O’Day (Premiere 3.11.2019). Der Artist in Residence lässt sich vom Leitthema „Familienbande“ zu seinem ersten abendfüllenden Werk für die Tanzcompagnie des Mainfranken Theaters inspirieren. Dabei setzt O’Day seine seit Jahrzehnten bestehende künstlerische Zusammenarbeit mit John King fort, der mit der Musik zum Stück beauftragt ist. Der US-amerikanische Komponist schreibt regelmäßig für renommierte Ensembles wie das Kronos Quartet oder das Belgrad Philharmonic Orchestra und arbeitete – zeitweise gemeinsam mit John Cage – über viele Jahre mit dem Tänzer und Choreografen Merce Cunningham in New York zusammen.
"Naked", „ein ohne Scheu schönes Stück“ (Frankfurter Rundschau), feierte bereits bei seiner Uraufführung 2016 am Nationaltheater Mannheim Erfolge. Nun kommt die Produktion von Dominique Dumais in einer Adaption für das Große Haus des Mainfranken Theaters nach Würzburg (Premiere 31.1.2020). Archaische Geschichten und Bande sind der Bezug zum Spielzeitmotiv, mit dem sich die Ballettdirektorin des Mainfranken Theaters darüber hinaus in ihrer neuen Choreografie "#mythos" auseinandersetzen will (Premiere 25.4.2020). „Wir wollen bekannte Archetypen betrachten, die in den Geschichten aller Zeiten und Kulturen auftraten, um nach Spuren zu suchen, die bis in die Gegenwart hineinwirken“, beschreibt Dumais den bevorstehenden künstlerischen Entwicklungsprozess. Der Abend wird musikalisch gestaltet vom Philharmonischen Orchester Würzburg unter der Leitung seines neuen Ersten Kapellmeisters und stellvertretendenGeneralmusikdirektors Gábor Hontvári.
"Naked", „ein ohne Scheu schönes Stück“ (Frankfurter Rundschau), feierte bereits bei seiner Uraufführung 2016 am Nationaltheater Mannheim Erfolge. Nun kommt die Produktion von Dominique Dumais in einer Adaption für das Große Haus des Mainfranken Theaters nach Würzburg (Premiere 31.1.2020). Archaische Geschichten und Bande sind der Bezug zum Spielzeitmotiv, mit dem sich die Ballettdirektorin des Mainfranken Theaters darüber hinaus in ihrer neuen Choreografie "#mythos" auseinandersetzen will (Premiere 25.4.2020). „Wir wollen bekannte Archetypen betrachten, die in den Geschichten aller Zeiten und Kulturen auftraten, um nach Spuren zu suchen, die bis in die Gegenwart hineinwirken“, beschreibt Dumais den bevorstehenden künstlerischen Entwicklungsprozess. Der Abend wird musikalisch gestaltet vom Philharmonischen Orchester Würzburg unter der Leitung seines neuen Ersten Kapellmeisters und stellvertretendenGeneralmusikdirektors Gábor Hontvári.
Synthese aus Kunst und Leben
„Familienbande“ – ein in Musikerkreisen ebenfalls ergiebiges Thema – inspirierten auch den Konzertkalender der neuen Saison. Prominente Beispiele sind die Mozarts, die Haydn-Brüder, die Mendelssohn-Geschwister oder das Künstlerehepaar Schumann. Und, allen voran, die Familie Wagner: „Richard Wagner hat wie kaum ein anderer die Synthese aus Kunst und Leben praktiziert“, meint Enrico Calesso und markiert mit einem musikalischen Porträt von Vater Richard und Sohn Siegfried folgerichtig den Auftakt seiner neuen Sinfoniekonzertreihe. „Wir freuen uns außerordentlich, dass uns der Richard-Wagner-Verband Würzburg-Unterfranken bei unseren Wagner-Projekten auch in der Spielzeit 19/20 begleitet“, so der Generalmusikdirektor. Mit auf dem Programm des ersten Sinfoniekonzerts steht Franz Liszt, Vater der zweiten Ehefrau Richard Wagners. Dirigent Calesso und Pianist Bernd Glemser gestalten die zwei Abende im Oktober 2019 mit dem Philharmonischen Orchester Würzburg in der Hochschule für Musik.
In den Würzburger Dom führt im Februar 2020 das vierte Sinfoniekonzert und bringt dort mit Gustav Mahlers dritter Sinfonie eine ganze Welt zum Klingen. Komponiert am Ausgang des 19. und uraufgeführt zu Beginn des 20. Jahrhunderts, überschreitet Mahlers dritter Gattungsbeitrag in jeder Hinsicht Grenzen. Es ist ein besonderer Höhepunkt des Konzertkalenders, den das Philharmonische Orchester unter der Leitung von Enrico Calesso gemeinsam mit den Würzburger Domsingknaben und den Damen des Opernchors des Mainfranken Theaters präsentiert.
In den Würzburger Dom führt im Februar 2020 das vierte Sinfoniekonzert und bringt dort mit Gustav Mahlers dritter Sinfonie eine ganze Welt zum Klingen. Komponiert am Ausgang des 19. und uraufgeführt zu Beginn des 20. Jahrhunderts, überschreitet Mahlers dritter Gattungsbeitrag in jeder Hinsicht Grenzen. Es ist ein besonderer Höhepunkt des Konzertkalenders, den das Philharmonische Orchester unter der Leitung von Enrico Calesso gemeinsam mit den Würzburger Domsingknaben und den Damen des Opernchors des Mainfranken Theaters präsentiert.
Was ist Familie?
Seine bewährte Kooperation mit der Akademie Domschule Würzburg setzt das Mainfranken Theater ab dem Frühjahr 2020 in einer Vortrags-und Gesprächsreihe fort, in der Referenten aus Journalismus, Politologie, Sozialwissenschaft, Theologie und Philosophie gesellschaftliche Entwicklungen und Modelle vor dem Hintergrund der Frage „Was ist Familie?“ beleuchten.
Um auch die enge Zusammenarbeit mit den Schulen weiterzuführen und allen Altersschichten kontinuierlich ein attraktives Programm zu bieten, finden sich im Spielplan der kommenden Saison zahlreiche Angebote für junge Menschen und Familien. Dazu zählen die beliebten Baby-, Familien- und Schulkonzerte, das Jugendstück "Schwalbenkönig" von Stefan Hornbach (Premiere 22.11.2019; ab zwölf Jahren), "Der Räuber Hotzenplotz" in der Weihnachtszeit (Premiere 24.11.2019; ab fünf Jahren), Gian Carlo Menottis Opernkrimi "Das Medium" (Premiere 15.3.2020; ab 13 Jahren) und "Wie Schnuppen von den Augen" (Premiere 2.4.2020; ab neun Jahren). Das in der Spielzeit 18/19 eingeführte Orchesterkarussell wird in der neuen Saison mobil und kommt, entsprechende Räumlichkeiten vorausgesetzt, direkt zu seinen jungen Zuhörern zwischen vier und zehn Jahren.
Bei seinem ganztägigen AUFTAKT! (22.9.2019) stellt das Mainfranken Theater Würzburg seinen neuen Spielplan vor und gibt in einer Abendveranstaltung, die alle Sparten einbezieht, erste – auch szenische – Einblicke in die kommenden Produktionen. Auf dem Programm 19/20 stehen insgesamt sechs Premieren und eine Wiederaufnahme im Musiktheater; zehn Neuproduktionen, darunter eine deutschsprachige Erst- und eine Uraufführung, sowie drei geplante Wiederaufnahmen im Schauspiel; drei Premieren und eine geplante Wiederaufnahme im Tanz; je sechs Sinfonie- und Kammerkonzerte sowie zahlreiche Konzertevents vom weihnachtlichen „It’s Christmas Time“ bis zum Sommerkonzert im Zeichen von „Romeo und Julia“. Die zugehörigen Jahrespublikationen 19/20 sind ab sofort im Theater erhältlich, die bereits disponierten Vorstellungen sind im Internet unter mainfrankentheater.de/spielplan abrufbar. Der Kartenvorverkauf startet am 2. Juli 2019.
Um auch die enge Zusammenarbeit mit den Schulen weiterzuführen und allen Altersschichten kontinuierlich ein attraktives Programm zu bieten, finden sich im Spielplan der kommenden Saison zahlreiche Angebote für junge Menschen und Familien. Dazu zählen die beliebten Baby-, Familien- und Schulkonzerte, das Jugendstück "Schwalbenkönig" von Stefan Hornbach (Premiere 22.11.2019; ab zwölf Jahren), "Der Räuber Hotzenplotz" in der Weihnachtszeit (Premiere 24.11.2019; ab fünf Jahren), Gian Carlo Menottis Opernkrimi "Das Medium" (Premiere 15.3.2020; ab 13 Jahren) und "Wie Schnuppen von den Augen" (Premiere 2.4.2020; ab neun Jahren). Das in der Spielzeit 18/19 eingeführte Orchesterkarussell wird in der neuen Saison mobil und kommt, entsprechende Räumlichkeiten vorausgesetzt, direkt zu seinen jungen Zuhörern zwischen vier und zehn Jahren.
Bei seinem ganztägigen AUFTAKT! (22.9.2019) stellt das Mainfranken Theater Würzburg seinen neuen Spielplan vor und gibt in einer Abendveranstaltung, die alle Sparten einbezieht, erste – auch szenische – Einblicke in die kommenden Produktionen. Auf dem Programm 19/20 stehen insgesamt sechs Premieren und eine Wiederaufnahme im Musiktheater; zehn Neuproduktionen, darunter eine deutschsprachige Erst- und eine Uraufführung, sowie drei geplante Wiederaufnahmen im Schauspiel; drei Premieren und eine geplante Wiederaufnahme im Tanz; je sechs Sinfonie- und Kammerkonzerte sowie zahlreiche Konzertevents vom weihnachtlichen „It’s Christmas Time“ bis zum Sommerkonzert im Zeichen von „Romeo und Julia“. Die zugehörigen Jahrespublikationen 19/20 sind ab sofort im Theater erhältlich, die bereits disponierten Vorstellungen sind im Internet unter mainfrankentheater.de/spielplan abrufbar. Der Kartenvorverkauf startet am 2. Juli 2019.
Nr. 32/2019 |17.4.2019 | ink
Höhepunkte des Spielplans im Mai, Juni und Juli 2019
Besonderes Schauspiel mit Musik von Tom Waits: „The Black Rider“
Der Amtsschreiber Wilhelm und die schöne Försterstochter Kätchen haben sich ineinander verliebt. Doch Kätchens Eltern wünschen sich für ihre Tochter keinen sensiblen Beamten, sondern einen Mann wie den Jägerburschen Robert. Um besser entscheiden zu können, wird ein Wettschießen vereinbart, und der Gewinner darf Kätchen heiraten. Leider ist Wilhelm kein guter Schütze und in seiner Not nimmt er von einem geheimnisvollen Invaliden Kugeln an, die ihr Ziel niemals verfehlen. Als Wilhelm immer treffsicherer wird, erscheint plötzlich ein schwarzer Reiter, der die Bedingung für die magischen Kugeln nennt: Eine der Kugeln gehorcht nur ihm. Inspiriert durch die Volkssage vom „Freischütz“ entstand zu Beginn der 1990er Jahre die musikalisch-szenische Produktion „The Black Rider: The Casting of the Magic Bullets“ in Zusammenarbeit von Regisseur Robert Wilson und Autor William S. Burroughs. Als dritter im Bunde lieferte Rocklegende Tom Waits den musikalischen Input. Am 23. Mai feiert das Schauspiel mit Musik die Premiere in der Behr-Halle des Würzburger Rathauses.
Erstmals am Mainfranken Theater: Richard Wagner „Götterdämmerung“
Der Tod Siegfrieds führt die „Ring“-Erzählung um Walhall, Wotan und die Walküren zu ihrem Ende; der von Brünnhilde entfachte Weltenbrand sühnt die Urschuld des Nibelungen Alberich, den Raub des Rheingolds. Am Mainfranken Theater markiert die „Götterdämmerung“ darüber hinaus einen programmatischen Schlusspunkt: Nach Meyerbeers „Hugenotten“ (2016) und Verdis „Sizilianischer Vesper“ (2018) beendet die Produktion die über drei Spielzeiten geführte Auseinandersetzung mit der großen historischen Oper des 19. Jahrhunderts und ihren religiösen und gesellschaftlichen Untergangsszenarien. Als Regisseur kehrt der Japaner Tomo Sugao ans Mainfranken Theater zurück, der hier bereits im Oktober 2016 Meyerbeers „Hugenotten“ sowie im Mai 2018 John Adams‘ Minimaloper „Nixon in China“ spektakulär in Szene gesetzt hat. „Götterdämmerung“ ist ab dem 26. Mai 2019 erstmals überhaupt am Mainfranken Theater zu erleben und wartet mit zahlreichen Rollendebüts auf.
Die Realisierung der „Götterdämmerung“ wird möglich dank der großzügigen Unterstützung durch den Richard-Wagner-Verband Würzburg-Unterfranken e.V., der bei dieser Produktion zusammen mit der Herbert Hillmann und Margot Müller Stiftung einmal mehr als Förderer und Partner an der Seite des Mainfranken Theaters steht.
Märchenhafter Saisonabschluss: „Hänsel und Gretel“
Mit „ Hänsel und Gretel“ gelang Engelbert Humperdinck 1893 der große Durchbruch. Es ist seine erste vollständig ausgearbeitete Oper, komponiert auf ein Libretto seiner jüngeren Schwester Adelheid Wette und nach dem bekannten Märchen der Brüder Grimm. Die Gattungsbezeichnung „Märchenspiel“ weitet den Interpretationsrahmen aber auch zum abgründigen Symbolspiel um Leben, Tod und Erlösung. Der Irrpfad der Kinder, er führt nicht nur in den dunklen Wald, sondern auch in das unbehauste und unheimliche Dickicht der Seele. Nach ihrer Regiearbeit in „Was ihr wollt“ in der Spielzeit 17/18 kehrt Sigrid Herzog wieder an das Mainfranken Theater zurück und widmet sich nun dem Musiktheater. In Zusammenarbeit mit Chorleiter Anton Tremmel und der Theaterpädagogik wurde eigens für die Produktion ein Kinderchor gecastet, dem eine tragende Rolle in Herzogs Inszenierung zukommt.
Highlights aus dem Konzertkalender
Den Abschluss der Kammerkonzertsaison gestalten Petra Kuhn, Simon Kuhn, Sebastian Kuhn und Enrico Calesso am 12. Mai. Es erklingen das Klavierquartett in g-Moll von Johannes Brahms, Johann Sebastian Bachs vier Sinfonien für Streichtrio sowie Max Regers Streichtrio in a-Moll.
Am 1. Juni treten Mozart, Mendelssohn, Beethoven und Mahler bei einem Komponisten-Battle gegeneinander an. Welche Komponisten sich im Duell begegnen, entscheidet das Los. Wer in die nächste Runde einzieht, und wer am Ende zum Würzburger Komponistenliebling ernannt wird, liegt beim Publikum.
Im Rahmen des Mozartfestes Würzburg findet am 13. Juni das Kaisersaalkonzert statt. An der Seite des Philharmonischen Orchesters unter der Leitung von Generalmusikdirektor Enrico Calesso spielt die niederländische Violinistin Noa Wildschut. Auch die Nachtmusik ist am 22. Juni wieder im Hofgarten der Residenz Würzburg zu erleben.
Am 12. und 13. Juli lädt das Philharmonische Orchester Würzburg in den Kaisersaal zur Italienischen Nacht. Im herausragenden Ambiente von Residenz und Hofgarten machen Werke von Rossini, Puccini und Verdi die Operngala auch in diesem Jahr zu einem besonderen Konzerterlebnis. Die Solisten Silke Evers und Joachim Goltz geben sich, neben Florian Schmidt-Bartha am Violoncello, die Ehre. Kulinarisch abgerundet wird der Abend mit einem großen italienischen Buffet.
Den Ausklang der Konzertsaison gestaltet das Philharmonische Orchester mit Charme und Esprit beim Open-Air-Konzert im Rathaushof am 26. Juli. Dem Tanz in all seinen Facetten – vom galanten Walzer bis zum leidenschaftlichen Tango – widmet sich das Konzertprogramm mit Werken von Mozart bis Bernstein.
Vortrags- und Gesprächsreihe: „Was heißt Heimat?“
Die Frage „Was heißt Heimat“ stellen wir in zwei abschließenden Terminen unserer Vortrags- und Gesprächsreihe. Am 6. Mai setzt sich Prof. Dr. Matthias Rémenyi – Lehrstuhlinhaber für Fundamentaltheologie und vergleichende Religionswissenschaft an der Universität Würzburg – mit der theologischen Bedeutung von Heimat auseinander. Autor Dr. Ibon Zubiaur widmet sich am 24. Juni den Fragen, wie eine Nation geschaffen wird und wie sich das Bewusstsein nationaler Zugehörigkeit durchsetzt, und beschließt damit die Gesprächsreihe für die Saison 18/19.
Terminüberblick
Was heißt Heimat? Mit Prof. Dr. Matthias Rémenyi --> 6.5.
Trashlab: So not Mothersday -->10.5.
Bach - Brahms - Reger: 7. Kammerkonzert --> 12.5.
99 – Die öffentliche Probe: „Götterdämmerung“ --> 16.5.
Premiere: „The Black Rider“ --> 23.5.
Premiere: „Götterdämmerung“ --> 26.5.
Komponisten-Battle --> 1.6.
Kaisersaalkonzert --> 13.6.
Nachtmusik --> 22.6.
Was heißt Heimat? Mit Dr. Ibon Zubiaur --> 24.6.
Premiere: „Hänsel und Gretel“ --> 7.7.
Italienische Nacht --> 12.7. & 13.7.
2. Rathauskonzert --> 26.7.
Der Amtsschreiber Wilhelm und die schöne Försterstochter Kätchen haben sich ineinander verliebt. Doch Kätchens Eltern wünschen sich für ihre Tochter keinen sensiblen Beamten, sondern einen Mann wie den Jägerburschen Robert. Um besser entscheiden zu können, wird ein Wettschießen vereinbart, und der Gewinner darf Kätchen heiraten. Leider ist Wilhelm kein guter Schütze und in seiner Not nimmt er von einem geheimnisvollen Invaliden Kugeln an, die ihr Ziel niemals verfehlen. Als Wilhelm immer treffsicherer wird, erscheint plötzlich ein schwarzer Reiter, der die Bedingung für die magischen Kugeln nennt: Eine der Kugeln gehorcht nur ihm. Inspiriert durch die Volkssage vom „Freischütz“ entstand zu Beginn der 1990er Jahre die musikalisch-szenische Produktion „The Black Rider: The Casting of the Magic Bullets“ in Zusammenarbeit von Regisseur Robert Wilson und Autor William S. Burroughs. Als dritter im Bunde lieferte Rocklegende Tom Waits den musikalischen Input. Am 23. Mai feiert das Schauspiel mit Musik die Premiere in der Behr-Halle des Würzburger Rathauses.
Erstmals am Mainfranken Theater: Richard Wagner „Götterdämmerung“
Der Tod Siegfrieds führt die „Ring“-Erzählung um Walhall, Wotan und die Walküren zu ihrem Ende; der von Brünnhilde entfachte Weltenbrand sühnt die Urschuld des Nibelungen Alberich, den Raub des Rheingolds. Am Mainfranken Theater markiert die „Götterdämmerung“ darüber hinaus einen programmatischen Schlusspunkt: Nach Meyerbeers „Hugenotten“ (2016) und Verdis „Sizilianischer Vesper“ (2018) beendet die Produktion die über drei Spielzeiten geführte Auseinandersetzung mit der großen historischen Oper des 19. Jahrhunderts und ihren religiösen und gesellschaftlichen Untergangsszenarien. Als Regisseur kehrt der Japaner Tomo Sugao ans Mainfranken Theater zurück, der hier bereits im Oktober 2016 Meyerbeers „Hugenotten“ sowie im Mai 2018 John Adams‘ Minimaloper „Nixon in China“ spektakulär in Szene gesetzt hat. „Götterdämmerung“ ist ab dem 26. Mai 2019 erstmals überhaupt am Mainfranken Theater zu erleben und wartet mit zahlreichen Rollendebüts auf.
Die Realisierung der „Götterdämmerung“ wird möglich dank der großzügigen Unterstützung durch den Richard-Wagner-Verband Würzburg-Unterfranken e.V., der bei dieser Produktion zusammen mit der Herbert Hillmann und Margot Müller Stiftung einmal mehr als Förderer und Partner an der Seite des Mainfranken Theaters steht.
Märchenhafter Saisonabschluss: „Hänsel und Gretel“
Mit „ Hänsel und Gretel“ gelang Engelbert Humperdinck 1893 der große Durchbruch. Es ist seine erste vollständig ausgearbeitete Oper, komponiert auf ein Libretto seiner jüngeren Schwester Adelheid Wette und nach dem bekannten Märchen der Brüder Grimm. Die Gattungsbezeichnung „Märchenspiel“ weitet den Interpretationsrahmen aber auch zum abgründigen Symbolspiel um Leben, Tod und Erlösung. Der Irrpfad der Kinder, er führt nicht nur in den dunklen Wald, sondern auch in das unbehauste und unheimliche Dickicht der Seele. Nach ihrer Regiearbeit in „Was ihr wollt“ in der Spielzeit 17/18 kehrt Sigrid Herzog wieder an das Mainfranken Theater zurück und widmet sich nun dem Musiktheater. In Zusammenarbeit mit Chorleiter Anton Tremmel und der Theaterpädagogik wurde eigens für die Produktion ein Kinderchor gecastet, dem eine tragende Rolle in Herzogs Inszenierung zukommt.
Highlights aus dem Konzertkalender
Den Abschluss der Kammerkonzertsaison gestalten Petra Kuhn, Simon Kuhn, Sebastian Kuhn und Enrico Calesso am 12. Mai. Es erklingen das Klavierquartett in g-Moll von Johannes Brahms, Johann Sebastian Bachs vier Sinfonien für Streichtrio sowie Max Regers Streichtrio in a-Moll.
Am 1. Juni treten Mozart, Mendelssohn, Beethoven und Mahler bei einem Komponisten-Battle gegeneinander an. Welche Komponisten sich im Duell begegnen, entscheidet das Los. Wer in die nächste Runde einzieht, und wer am Ende zum Würzburger Komponistenliebling ernannt wird, liegt beim Publikum.
Im Rahmen des Mozartfestes Würzburg findet am 13. Juni das Kaisersaalkonzert statt. An der Seite des Philharmonischen Orchesters unter der Leitung von Generalmusikdirektor Enrico Calesso spielt die niederländische Violinistin Noa Wildschut. Auch die Nachtmusik ist am 22. Juni wieder im Hofgarten der Residenz Würzburg zu erleben.
Am 12. und 13. Juli lädt das Philharmonische Orchester Würzburg in den Kaisersaal zur Italienischen Nacht. Im herausragenden Ambiente von Residenz und Hofgarten machen Werke von Rossini, Puccini und Verdi die Operngala auch in diesem Jahr zu einem besonderen Konzerterlebnis. Die Solisten Silke Evers und Joachim Goltz geben sich, neben Florian Schmidt-Bartha am Violoncello, die Ehre. Kulinarisch abgerundet wird der Abend mit einem großen italienischen Buffet.
Den Ausklang der Konzertsaison gestaltet das Philharmonische Orchester mit Charme und Esprit beim Open-Air-Konzert im Rathaushof am 26. Juli. Dem Tanz in all seinen Facetten – vom galanten Walzer bis zum leidenschaftlichen Tango – widmet sich das Konzertprogramm mit Werken von Mozart bis Bernstein.
Vortrags- und Gesprächsreihe: „Was heißt Heimat?“
Die Frage „Was heißt Heimat“ stellen wir in zwei abschließenden Terminen unserer Vortrags- und Gesprächsreihe. Am 6. Mai setzt sich Prof. Dr. Matthias Rémenyi – Lehrstuhlinhaber für Fundamentaltheologie und vergleichende Religionswissenschaft an der Universität Würzburg – mit der theologischen Bedeutung von Heimat auseinander. Autor Dr. Ibon Zubiaur widmet sich am 24. Juni den Fragen, wie eine Nation geschaffen wird und wie sich das Bewusstsein nationaler Zugehörigkeit durchsetzt, und beschließt damit die Gesprächsreihe für die Saison 18/19.
Terminüberblick
Was heißt Heimat? Mit Prof. Dr. Matthias Rémenyi --> 6.5.
Trashlab: So not Mothersday -->10.5.
Bach - Brahms - Reger: 7. Kammerkonzert --> 12.5.
99 – Die öffentliche Probe: „Götterdämmerung“ --> 16.5.
Premiere: „The Black Rider“ --> 23.5.
Premiere: „Götterdämmerung“ --> 26.5.
Komponisten-Battle --> 1.6.
Kaisersaalkonzert --> 13.6.
Nachtmusik --> 22.6.
Was heißt Heimat? Mit Dr. Ibon Zubiaur --> 24.6.
Premiere: „Hänsel und Gretel“ --> 7.7.
Italienische Nacht --> 12.7. & 13.7.
2. Rathauskonzert --> 26.7.
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