NR. 30/2019 | 5.4.2019 | BDT
Vom Finden einer neuen künstlerischen Heimat:

Tanzabend Muttersprache ab dem 13. April im Großen Haus

Würzburg, 5. April 2019 – Die Muttersprache ist das erste Medium, mit dem sich Menschen differenziert und gleichzeitig bewusst mitteilen können. Doch bereits vor der verbalen Ausdrucksweise entwickelt jeder eine eigene Körpersprache, die universell und doch in erheblichem Maße kulturell bedingt ist. Ab dem 13. April nähert sich Ballettdirektorin Dominique Dumais gemeinsam mit der Tanzcompagnie des Mainfranken Theaters in „Muttersprache“ dem Spielzeitthema „Heimat“ auf sehr persönliche Weise.
Die Tanzproduktion „Muttersprache“ von Dominique Dumais verwebt die ureigene Bewegungssprache ihrer zwölf Tänzerinnen und Tänzer aus zehn unterschiedlichen Nationen mit den individuellen Erfahrungen ihrer Biografien und ihrer Heimaten. In collagenhaften Sequenzen werden so Geschichten erzählt, die sich mit den Fragen beschäftigen: Was ist uns gemein, was unterscheidet uns? Welche Brücken oder Mauern bauen Sprachen? Wo oder was ist unser Zuhause? Wie findet man eine gemeinsame Bewegungssprache, und wie formt man eine Gemeinschaft? Das Aufeinandertreffen verschiedener kulturgeprägter Werte und Lebensvorstellungen erzeugt dabei eine spannende Reibung und eine Konfrontation mit der eigenen Vergangenheit. Auch musikalisch werden die Einflüsse unterschiedlicher Nationen in den Geschichten deutlich. Als wichtiges Element wird außerdem die gesprochene Sprache in den Tanzabend „Muttersprache“ integriert.

Die einzelnen Tänzerinnen und Tänzer der Compagnie wurden stark in die Entstehung dieser Tanzproduktion einbezogen, sei es durch den kulturellen und persönlichen Erfahrungsaustausch, durch den eigenen künstlerischen Ausdruck oder auch durch das gemeinsame Ergründen der Darstellungsweise von Sprache und Interpunktion im Tanz.
Nr. 29/2019 | 4.4.2019 | bdt
Das Spielzeitthema „Heimat“ im Konzertsaal:

Sechstes Sinfoniekonzert Russland

Würzburg, 4. April 2019 – Im sechsten und damit letzten Sinfoniekonzert des Philharmonischen Orchesters Würzburg in der Saison stehen Meisterwerke zweier russischer Komponisten auf dem Programm. Unter der musikalischen Leitung von Generalmusikdirektor Enrico Calesso wird die fünfte Sinfonie Peter Tschaikowskis und, gemeinsam mit der Pianistin Anika Vavic, Sergej Prokofjews drittes Klavierkonzert präsentiert.
Für die beiden Komponisten Sergej Prokofjew und Peter Tschaikowski fußte ein grundlegender Teil des künstlerischen Selbstverständnisses und damit ein wesentlicher Aspekt ihrer Persönlichkeit auf ihrer russischen Heimat. Das Leben und Wirken in ihrem Heimatland ließ die Komponisten jedoch nicht minder international erfolgreich sein und versperrte keinem der beiden den Blick ins Musik schaffende Ausland. Doch wie bei vielen anderen Musikerkollegen war Heimat ein nötiges Band zur russischen Seele, die sich als authentisches Moment auch in der Musik wiederfindet.

Mit Prokofjews drittem Klavierkonzert spielt die Pianistin Anna Vavic erstmals an der Seite des Philharmonischen Orchesters Würzburg. Peter Tschaikowskis fünfte Sinfonie, seine „Schicksalssinfonie“, markiert nicht nur einen Wendepunkt seines ereignisreichen Lebens, sondern gibt gleichzeitig auch Einblick in die russische Seele des Komponisten.
Nr. 28/2019 | 3.4.2019 | bgr
„Deutschlands bedeutendster Schriftsteller“ zurück in Würzburg:

Ferdinand von Schirach zu Gast im Mainfranken Theater

Würzburg, 3. April 2019 – Er ist „Deutschlands derzeit wohl bedeutendster Schriftsteller“ (Alfred Schier in phoenix persönlich) und in Unterfranken kein Unbekannter: Nach der erfolgreichen Aufführung seines Gerichtsdramas „Terror“ im Würzburger Ratssaal und seiner letzten Lesung im Mainfranken Theater vor einem Jahr kehrt Ferdinand von Schirach mit seinem neuesten Buch „Kaffee und Zigaretten“ am 8. April auf die Würzburger Bühne zurück.
In „Kaffee und Zigaretten“ verwebt von Schirach autobiografische Erzählungen, Aperçus, Notizen und Beobachtungen zu einem erzählerischen Ganzen. Es geht um prägende Erlebnisse und Begegnungen des Erzählers, um flüchtige Momente des Glücks, um Einsamkeit und Melancholie, um Entwurzelung und die Sehnsucht nach Heimat, um Kunst und Gesellschaft.

Darüber hinaus dreht sich das Buch um die großen Lebensthemen des Autors: um merkwürdige Rechtsfälle und Begebenheiten, die Idee des Rechts und die Würde des Menschen, um die Errungenschaften und das Erbe der Aufklärung sowie um das, was den Menschen zum Menschen macht. In seiner Vielschichtigkeit ist „Kaffee und Zigaretten“ das bislang persönlichste Buch Ferdinand von Schirachs.

Neben der Lesung aus diesem jüngsten Werk wird von Schirach zum Thema der Aufklärung vortragen und sich mit dem Moderator des Abends, Intendant Markus Trabusch, über seine Arbeit als Autor austauschen.
Nr. 27/2019 | 25.3.2019 | ink
Einer für alle und alle für einen:

Spartenübergfreifende Produktion "King Arthur" feiert Premiere

Würzburg, 25. März 2019 – Nach dem großen Erfolg der letzten spartenübergreifenden Produktion „Jesus Christ Superstar“ in der Spielzeit 16/17 sind ab dem 30. März wieder Musiktheater, Tanz, Schauspiel und Philharmonisches Orchester gemeinsam im Großen Haus zu erleben, wenn die Semi-Oper „King Arthur“ ihre Premiere feiert.
Die Geschichte von „King Arthur“ spielt lange vor der Legende von Lancelot und den Rittern der Tafelrunde, als es noch galt, Britannien zu einen. Der erste Schritt: die Heirat zwischen König Artus und Emmeline, der blinden und schönen Tochter des Herzogs von Cornwall. Doch bevor Artus seine große Liebe ehelichen kann,  gilt es, die Sachsen unter der Führung König Oswalds zu schlagen. Als die Sachsen von den Briten zurückgedrängt werden, raubt der Sachsenkönig Artus Verlobte, die er schon seit längerem begehrt. Kurzerhand bricht König Artus auf, um seine zukünftige Gemahlin aus den Fängen des Konkurrenten zu befreien.

„King Arthur, or The British Worthy“ (König Artus oder Der britische Held), wie der vollständige Originaltitel lautet, entstand 1691 aus einer Zusammenarbeit zwischen dem britischen Komponisten Henry Purcell und dem Librettisten John Dryden und wird als „Semi-Oper“ bezeichnet. In dieser besonderen Theaterform, die sich nach dem puritanischen Theaterverbot in England in der zweiten Hälfte des 17. Jahrhunderts herausgebildet hatte, verbindet sich die Tradition des frühen englischen Dramas und sorgfältig ausgearbeitete Gesangs- und Instrumentalmusiken mit Elementen der französischen und italienischen Oper zu einem vielschichtigen Bühnenstück. Dementsprechend setzt sich auch „King Arthur“ zu gleichen Anteilen aus Schauspielszenen, Arien, Ensembles und Chorszenen sowie Tanzsequenzen zusammen.

Doppelspitze im Regie-Team

Regie und Co-Regie des Mammutprojekts liegen bei „King Arthur“  in den Händen von Dominik von Gunten und Kevin O’Day. Dominik von Gunten hat in der Kammer des Mainfranken Theaters bereits „Riefenstahl und Rosenblatt sind tot“ und „Der Weibsteufel“ inszeniert und widmet sich nun zum ersten Mal einer Semi-Oper. Kevin O’Day gehört als Artist in Residence seit dieser Spielzeit neben Dominique Dumais zum neuen Leitungsteam der Tanzsparte. 


Nr. 26 | 18.2.2019 | ink
Gerasimos Bekas liest aus seinem Debütroman „Alle Guten waren tot“:

Autor, Dramatiker und Leonhard-Frank-Stipendiat kommt nach Würzburg

Würzburg, 18. März 2019 – Als erster Leonhard-Frank-Stipendiat schrieb der Autor Gerasimos Bekas seit 2018 in Zusammenarbeit mit dem Mainfranken Theater das Stück „Sisyphos auf Silvaner“. Uraufführung ist am 4. April. Bereits am 24. März bietet sich die Gelegenheit, Bekas persönlich zu erleben, wenn er gemeinsam mit Schauspielern des Ensembles aus seinem Debütroman „Alle Guten waren tot“ liest. 
Kurz vor der Uraufführung von „Sisyphos auf Silvaner“ am 4. April stellt sich der Autor und Leonhard-Frank-Stipendiat 2018 Gerasimos Bekas am 24. März mit einer Lesung am Mainfranken Theater vor. Gemeinsam mit Schauspielern des Ensembles liest er aus seinem bei Rowohlt erschienenen Debütroman „Alle Guten waren tot“.

Bekas erzählt in seinem ersten Buch von der Identitätssuche eines jungen Mannes. Aris wurde in Griechenland geboren und als Kleinkind von Gitte und Helmut adoptiert – eine Art persönliche deutsch-griechische „Wiedergutmachung“. Inzwischen ist er Altenpfleger in Würzburg und sein Job eine Zumutung. Als die todkranke Frau Xenaki ihm einen ungewöhnlichen Handel anbietet, schlägt er deshalb nach kurzem Zögern ein: Er soll für etwas Geld nach Griechenland reisen, um ihrer Enkelin Aphrodite eine Erbschaft zukommen zu lassen. Ins Zentrum der Geschichte rückt Bekas den griechischen Widerstand während der deutschen Besatzung und verknüpft dies mit der heutigen Situation des Landes.

Gerasimos Bekas wurde 1987 geboren, wuchs in der Nähe von Würzburg auf und besuchte das Friedrich-List-Gymnasium in Gemünden am Main. Er studierte Politikwissenschaft in Würzburg und Bamberg. Seine ersten Theaterstücke wurden am Theater Augsburg und am Maxim Gorki Theater in Berlin gezeigt. Während seiner Tätigkeit für das Goethe-Institut pendelte er zwischen Athen und Berlin. Derzeit lebt der Romanautor und Dramatiker wieder in der Bundeshauptstadt.

Im Anschluss an die Lesung gibt es ein Gespräch und eine Signierstunde mit dem Autor. Bei griechischer Musik und Getränken klingt der Abend feierlich und gemütlich aus.

Nr. 25/2019 | 13.3.2019 | bgr
Stabwechsel am Mainfranken Theater:

Gábor Hontvári wird Erster Kapellmeister in Würzburg / Marie Jacquot tauscht Main gegen Rhein

Würzburg, 13. März 2019 – Mit Beginn der Saison 19/20 wird der bereits mehrfach ausgezeichnete junge Ungar Gábor Hontvári die Position des Ersten Kapellmeisters und stellvertretenden Generalmusikdirektors am Mainfranken Theater übernehmen. Die bisherige Inhaberin dieser Position, Marie Jacquot, wechselt nach drei Spielzeiten in Würzburg an die Deutsche Oper am Rhein.
Gábor Hontvári hat sich im Auswahlverfahren für die Nachbesetzung der Position des Ersten Kapellmeisters am Mainfranken Theater erfolgreich gegen mehr als 130 Mitbewerber durchgesetzt. Damit tritt der junge Dirigent seinen Dienst in Würzburg mit Beginn der Saison 19/20 an. Der Stabwechsel wurde möglich, weil Hontváris Vorgängerin im Amt, die Französin Marie Jacquot, zur kommenden Spielzeit als Erste Kapellmeisterin an die Deutsche Oper am Rhein berufen wird. Ihre Würzburger Position hatte Jacquot über drei Spielzeiten inne, in denen sie unter anderem mit der musikalischen Leitung von Produktionen wie „Idomeneo“, „Nabucco“, dem „Barbier von Sevilla“ oder zuletzt der „Schönen Helena“ eigene künstlerische Akzente setzte.

Gábor Hontvári ist Absolvent der Hochschule für Musik Franz Liszt Weimar und Stipendiat des Dirigentenforums des Deutschen Musikrats. Für seine Leistungen wurde der gebürtige Ungar bereits mehrfach ausgezeichnet. So ging er beispielsweise 2015 als Sieger im Dirigierwettbewerb der mitteldeutschen Musikhochschulen hervor. Anfang 2019 gewann der 25-Jährige den zweiten Preis und den Publikumspreis beim Wettbewerb „Campus Dirigieren“ in Nürnberg.

Intendant Markus Trabusch: „Nach drei wunderbaren Jahren der Zusammenarbeit, in denen Marie Jacquot zahlreiche erfolgreiche Musiktheaterproduktionen und Konzertformate für Würzburg mitgestaltet hat und – so etwa bei den bevorstehenden Premieren von „King Arthur“ und „Hänsel und Gretel“ – noch mitgestalten wird, wünschen wir ihr für ihren großartigen Karriereschritt an den Rhein alles Gute. Zugleich freuen wir uns außerordentlich, dass wir mit dem Mitglied des Dirigentenforums Gábor Hontvári erneut ein herausragendes Talent nach Würzburg verpflichten können, das sich bereits am Pult und in verschiedenen Wettbewerben bewiesen hat. Das Mainfranken Theater zeigt mit diesem Stabwechsel einmal mehr, dass es als städtisches Haus von mittlerer Größe seiner Funktion gerecht wird, eine Talentschmiede und ein Sprungbrett für Ausnahmekünstler zu sein.“
Über Gábor Hontvári
Gábor Hontvári wurde 1993 in Györ in Ungarn geboren. Er studierte zunächst an der Franz-Liszt-Musikakademie in Budapest. Anschließend wechselte er an die Hochschule für Musik Franz Liszt Weimar, wo er sich einen Masterabschluss im Fach Dirigieren erwarb und ein Konzertexamens-Studium anschloss. 2014 wurde der Ungar mit dem ersten Preis und dem Publikumspreis beim Internationalen Lantos Rezső Wettbewerb für junge Chordirigenten in Budapest ausgezeichnet. Ein Jahr später ging er als Sieger aus dem Dirigierwettbewerb der mitteldeutschen Musikhochschulen hervor. Anfang 2019 gewann der 25-Jährige den zweiten Preis und den Publikumspreis beim Wettbewerb „Campus Dirigieren“ in Nürnberg.

Bereits mehrfach war Gábor Hontvári als Dirigent an die Staatsoperette Dresden eingeladen. Außerdem ging er 2017 mit der Bayerischen Kammerphilharmonie auf eine Gastspieltournee durch Südkorea. Er stand zudem am Pult verschiedener ungarischer Klangkörper wie dem Philharmonischen Orchester Győr oder Concerto Budapest. Hontvári ist Stipendiat des Dirigentenforums des Deutschen Musikrats.
Nr. 24/2019 | 11.3.2019 | bdt
Mit Klappe, bitte:

Trompete und Klavier im sechsten Kammerkonzert

Würzburg, 11. März 2019 – Johannes Mauer, Solotrompeter im Philharmonischen Orchester Würzburg, und Generalmusikdirektor Enrico Calesso am Klavier präsentieren im sechsten Kammerkonzert eine facettenreiche Werkauswahl aus der Trompetenliteratur.
Am 24. März spielen Johannes Mauer und Enrico Calesso im sechsten Kammerkonzert Kompositionen von Händel bis Bozza, die einen Bogen über etwa 250 Jahre Musikgeschichte spannen. Mit auf dem Programm steht unter anderem Joseph Haydns berühmtes Trompetenkonzert in Es-Dur, das der Komponist für die von Anton Weidinger neu entwickelte Klappentrompete schrieb. Mit Weidingers Konstruktion einer „organisierten Trompete mit Klappen, mittels derer sich in allen Lagen alle chromatischen Töne erzeugen lassen“ war ein wichtiger Schritt in der Entwicklung zur modernen Trompete mit Ventilsystem getan.

Die ganze Vielfalt des Instrumentes wird außerdem mit dem Trompetenkonzert in As-Dur von Arutjunjan, dem „Caprice“ von Bozza und Händels Suite in D-Dur präsentiert. Zudem spielt Generalmusikdirektor Enrico Calesso Wolfgang Amadeus Mozarts Klaviersonate in C-Dur und das „Lamento“ aus Franz Liszts „Étude de concert“.
Nr. 23/2019 | 8.3.2019 | bdt
„Meine Achte ist ein Mysterium“

Anton Bruckners Meisterwerk im CCW

Würzburg, 8. März 2019 – Das Programm des fünften Sinfoniekonzerts des Philharmonischen Orchesters Würzburg hält mit Anton Bruckners achter Sinfonie ein orchestrales Meisterwerk aus der Zeit der Spätromantik bereit. Die letzte Sinfonie, die Bruckner vollenden sollte, wird unter der musikalischen Leitung von Generalmusikdirektor Enrico Calesso in der Fassung von 1890 aufgeführt. Das Konzert findet am 14. und 15. März im Congress Centrum Würzburg statt.
Beflügelt vom Erfolg der siebten Sinfonie begann Anton Bruckner gleich mit der achten Sinfonie, die er in der ersten Fassung 1887 abschloss. Doch das Werk stieß bei dem befreundeten Dirigenten Hermann Levi auf Ablehnung. Daraufhin arbeitete Bruckner in den folgenden Jahren erneut an der Sinfonie, straffte die Faktur, formte die musikalischen Pfade stringenter, veränderte manche Passagen grundlegend. Heraus kam die Fassung von 1890, die trotz voller Instrumentation Transparenz und Struktur besitzt. Ein Werk, das die zeitgenössische Rezension als die „Krone der Musik des 19. Jahrhunderts“ bezeichnete. Dieser Meinung schloss sich auch Hugo Wolf nach der Uraufführung 1892 an: „Es war ein Triumph, wie ihn ein römischer Imperator nicht schöner wünschen konnte.“

Bruckner selbst bezeichnet seine Sinfonie als „ein Mysterium“, was ihr den selbigen Beinamen einbrachte. Doch mehr noch als ein Rätsel ist diese Sinfonie ein Monument, das das Phänomen der unendlichen Melodie, der sprechenden Musik des Wagner‘schen Musikdramas auf die Sinfonik anwendet.
Nr. 22/2019 | 4.3.2019 | bgr
Oper für Kinder ab sechs Jahren:

„Siegfried, der kleine Drachentöter“ wird am Mainfranken Theater uraufgeführt

Würzburg, 4. März 2019 – Mit der Auftragsarbeit „Siegfried, der kleine Drachentöter“ bietet das Mainfranken Theater Würzburg – im Vorfeld seiner Premiere der „Götterdämmerung“ im Mai – Kindern ab sechs Jahren einen musikalischen Streifzug durch die germanische Sagenwelt. Die Oper begleitet Siegfried bei seinen kleinen und großen Heldentaten, gewährt aber auch Einblicke unter seinen vermeintlich starken Schutzpanzer. Komponist Adrian Sieber setzte die Geschichte in Musik. Das Libretto stammt von Operndirektor Berthold Warnecke. Die Uraufführung ist am 24. März 2019 in der Kammer.
Wer kennt ihn nicht, den Helden Siegfried aus dem Nibelungenlied. Auch der kleine Siegfried ist von den Abenteuern aus der Nibelungensage fasziniert. Oft besucht er seinen Freund Regin in dessen Schmiede, um mit ihm in die Welt des großen Siegfried einzutauchen. Die Schilderung des Nibelungenhortes fasziniert ihn ganz besonders, ebenso wie Regin, der mit Siegfrieds Hilfe in den Besitz des Schatzes gelangen will. Der Hort wird vom Drachen Fafnir bewacht. Von Regin getrieben, zieht Siegfried in den Kampf gegen Fafnir. Dabei muss er eine schwere Entscheidung treffen.
Anleihen an Wagner
„Siegfried, der kleine Drachentöter“ entstand als Auftragswerk des Mainfranken Theaters. Komponist Adrian Sieber schrieb für Würzburg zuletzt unter anderem die Schauspielmusiken zu „Draußen vor der Tür“, „Pinocchio“ und „Ronja Räubertochter“. Für die Partitur zum „Kleinen Siegfried“ ließ er sich von der Textvorlage aus der Feder von Berthold Warnecke inspirieren. Der Operndirektor des Mainfranken Theaters greift in seinem Libretto gelegentlich auf Verse aus dem „Nibelungenlied“ und aus der „Lieder-Edda“zurück. Sieber spiegelt diesen Zugriff, indem er einige Zitate aus Richard Wagners „Siegfried“ in seine Komposition einfließen lässt, und schafft so eine musikalische Verknüpfung mit dem Stoff.

Adrian Sieber, der in der Vergangenheit bereits Opern geschrieben hat, legt mit „Siegfried, der kleine Drachentöter“ seine erste Kinderoper vor; ebenso wie Berthold Warnecke, der nach Übersetzungen und Textschöpfungen für andere Gattungen nun sein erstes Opernlibretto liefert.

Für die Ausstattung dieser Uraufführungsproduktion in der Kammer des Mainfranken Theaters zeichnet Bühnen- und Kostümbildnerin Catharina Bornemann verantwortlich. Die Regie liegt – wie bereits bei der Kinderoper „Colas, der Magier“ in der Saison 17/18 – in den Händen von Mario Pavle del Monaco.
Nr. 21/2019 | 28.2.2019 | bdt
Der Kinderbuchklassiker im Konzertsaal:

Familienkonzert Pinocchio

Würzburg, 28. Februar 2019 – Die Geschichte der Holzpuppe Pinocchio des Autors Carlo Collodi ist gleichermaßen berühmt und beliebt. Die Kindererzählung wurde nicht nur vielfach für Serien, Filme und Theater adaptiert, Martin Bärenz hat aus dem Stoff auch ein Melodram für Sprecher und Orchester komponiert. Dieses wird am 10. März beim dritten Familienkonzert im Großen Haus des Mainfranken Theaters präsentiert. Das Philharmonische Orchester ist dabei gemeinsam mit der Sprecherin Barbara Schöller und einer Patenklasse auf der Bühne zu erleben.
Der arme Tischler Geppetto staunt nicht schlecht,  als die aus einem Stück Holz geschnitzte Figur plötzlich lebendig vor ihm steht. Während Pinocchio zahlreiche Abenteuer erlebt, nimmt er es mit der Wahrheit nicht immer so genau. Das Sprichwort, „Lügen haben kurze Beine“ müsste in Pinocchios Fall eher heißen: „Lügen haben lange Nasen“, denn bei jeder Lüge wird die Nase der lustigen Holzpuppe länger und länger.

Mit Musik von Martin Bärenz und in einer Textfassung des bekannten Kabarettisten und Entertainers Herbert Feuerstein bringen Sprecherin Barbara Schöller und das Philharmonische Orchester Würzburg die Abenteuer des Pinocchio nun unter der musikalischen Leitung der Ersten Kapellmeisterin Marie Jacquot in den Konzertsaal. Bärenz‘ Partitur sieht darüber hinaus auch Raps vor, die die Geschichte wie ein roter Faden durchziehen. Dargeboten werden diese Sprechgesänge von den Schülerinnen und Schülern des Matthias-Grünewald-Gymnasiums.

Pressemappe

Ihre Pressemappe wurde Ihnen per E-Mail an die angegebene Adresse zugestellt.
Alle gewünschten Downloads können Sie in der Pressemappe sammeln. Sie werden Ihnen direkt an die angegebene E-Mail Adresse geschickt.

Sie haben derzeit kein Material ausgewählt.